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Sauna: Richtiges Saunieren

In jeder Sauna hängen die so genannten Sauna-Regeln. Leider stammen viele der Exemplare noch aus den 80er Jahren und sind heute teilweise überholt. Ich zeige Ihnen, wie ein wirklich gesunder Saunagang abzulaufen hat.

  • Gehen Sie halbwegs nüchtern in die Sauna. Sie sollten zwei Stunden vorher nichts Schweres oder Belastendes gegessen haben. Zudem sollten Sie ausreichend Zeit mitbringen. Nichts stört einen Saunabesuch mehr als Hektik.
  • Nehmen Sie neben einem ausreichend großen Handtuch zum Unterlegen auch eines zum Abtrocknen mit. Vergessen Sie Badeschuhe, Duschgel und einen Bademantel nicht.
  • Haben Sie kalte Füße? Im Herbst und Winter kann das schnell passieren. Wärmen Sie Ihre Füße, genau wie kalte Hände, erst einmal in einem warmen Tauchbad auf, bevor Sie in die Sauna gehen.
  • Duschen Sie sich gründlich. Danach trocknen Sie sich ab. Das ist wichtig, damit Sie sofort ins Schwitzen kommen.
  • Bis zu 30 Minuten, so sagen es die Saunaregeln, können Sie in der Kabine bleiben. Das muss gar nicht sein – es strengt Sie nur an. In der klassischen Sauna brauchen Sie acht bis zwölf Minuten, um sich zu entspannen und Ihren Körper durch die Wärmereize anzuregen. Im Dampfbad erreichen Sie dies in zehn bis 15 Minuten. Wird Ihnen schwummerig oder gar schwindelig? Auch wenn Ihre Saunazeit noch nicht vorbei ist, verlassen Sie bei diesen Symptomen sofort die Kabine.

Bevor Sie die Sauna verlassen, setzen Sie sich einen Moment auf die unterste Bank und lassen Sie Ihre Beine etwas baumeln. So bringen Sie Ihren Kreislauf wieder in Schwung und vermeiden, dass Sie umkippen.

Nach dem Saunagang sollten Sie sich kurz an der Raumluft abkühlen. Gehen Sie dann ins kühle Tauchbad oder duschen Sie kalt. Wenn nur eine normale Brause und kein Schlauch vorhanden ist, stellen Sie dabei die Brause so ein, dass das Wasser Sie in einem Schwall trifft. Beginnen Sie, mit dem kalten Wasser Ihren rechten Fuß abzuduschen, führen Sie ihn das rechte Bein hoch bis zur Hüfte, erst außen, dann auf der Innenseite. Dann sind der linke Fuß und das linke Bein dran. Anschließend brausen Sie den rechten Arm, dann den linken ab, jeweils bis hoch zur Schulter, wieder erst auf der Außen-, dann auf der Innenseite. Wenn Sie mögen, können Sie mit einem warmen Guss enden – das entspannt schön.

Sind Sie Sauna-Anfänger, sollten Sie es bei diesem einen Saunagang belassen. Gehen Sie schon länger in die Sauna und macht Ihnen der Wechsel zwischen Hitze und Kälte nicht mehr so viel aus, darf noch ein zweiter Gang folgen. Verzichten Sie aber auf eine dritte Runde! Auch wenn diese laut Saunaregeln möglich ist: Der dritte Gang lockt Stresshormone – und damit schaden Sie Ihrem Körper.

Ziehen Sie Ihren Bademantel an und legen Sie sich 15 bis 30 Minuten in den Ruheraum.

Nach dem Saunabesuch sollten Sie Ihrem Körper zurückgeben, was er verloren hat. Durch den Schweiß haben Sie Wasser und Mineralstoffe ausgeschieden. Trinken Sie also mindestens einen halben Liter Wasser, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Fazit: Sie werden merken, ein Saunabesuch ist nicht nur gesund – er kann auch Balsam für Ihre Seele sein. Denn wenn Sie sich an meine Saunaregeln halten, werden in Ihrem Körper Endorphine ausgeschüttet. Das sind die körpereigenen Glückshormone, die nicht nur Schmerzen vertreiben, sondern dafür sorgen, dass Sie gut gelaunt sind. So holen Sie sich Glück und Freude in trübe Herbst- und Winterstunden.

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