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Naturmedizin gegen die Nebenwirkungen von Antibiotika

Das Wort „Antibiotikum“ bedeutet wörtlich aus dem Griechischen übersetzt „gegen das Leben“ (anti = gegen, bios = Leben). Und das ist genau das, was ein Antibiotikum auch tut: Es vernichtet das Leben von Bakterien. Nur leider kann ein Antibiotikum nicht unterscheiden, ob es sich um krankmachende Keime oder um für unsere Gesundheit notwendige handelt. Daher zerstört es alle in unserem Körper angesiedelten Keime und damit auch die für unser Immunsystem so wichtigen gesunden Darmbakterien.

Schon drei bis vier Tage nach der Einnahme der Antibiotika verändert sich die Zusammensetzung der Darmflora dramatisch zu Ungunsten der gesunden Keime und die pathologischen bekommen die Oberhand. Das konnte eine Studie der Stanford Universität in Palo Alto (Kalifornien/USA) eindeutig nachweisen. Wie die Forscher aus Palo Alto zeigen konnten, hatte sich die durch eine fünftägige Antibiotika-Einnahme geschädigte Darmflora auch sechs Monate nach Therapie-Ende noch nicht wieder regeneriert.

Hefepilze beugen Keimbesiedelung durch Antibiotika vor

Wenn Sie Antibiotika einnehmen müssen, ist es klug, gleich parallel dazu ein Präparat aus Hefepilzen einnehmen. Auf diese Weise vermeiden Sie gravierende schädliche Auswirkungen und helfen Ihrem Darm gleich zu Beginn der Behandlung.

Der Hefepilz Saccharomyces boulardi siedelt sich so schnell und großflächig im Darm an, dass die schädlichen Keime keine Chance haben, sich auszubreiten. Nehmen Sie die entsprechenden Kapseln (z. B. Perocur© oder Perenterol©) aber mindestens noch zwei bis drei Tage nach Ende der Antibiotika-Behandlung ein. Danach verringert sich die Hefepilz-Besiedelung langsam wieder und schafft Platz für die Probiotika, die Se anschließend einnehmen sollten.

Mit Probiotika siedeln Sie gesunde Keime an

Probiotika sind Kleinstlebewesen (Mikroorganismen), die sich im Dünn- und Dickdarm ansiedeln, wenn über den Mund zugeführt werden. Die für die Darmgesundheit wichtigsten Bakterienstämme sind dabei die Milchsäure bildenden Lactobazillen und die Bifidobakterien. Milchsäurebakterien können Sie auch mit Ihrer Ernährung aufnehmen.

Probiotikareiche Nahrungsmittel sind:

  • naturreiner Joghurt
  • Kefir
  • Sauerkraut und Sauerkrautsaft
  • Milchsauer vergorene Bohnen
  • Mixed-Pickles

Hier sollten Sie nach einer Antibiotika-Behandlung reichlich zugreifen.

Die guten Darmbakterien lieben Inulin

Präbiotika werden Nahrungssubstanzen genannt, die unsere für die Gesundheit wichtigen Bakterienstämme im Darm für ihre eigene Ernährung benötigen. Ein solches Präbiotikum ist der Mehrfachzucker Inulin. Er sorgt dafür dass die guten Laktobazillen und Bifidobakterien sich rasch vermehren, wodurch die unerwünschte Keimbesiedelung zurückgedrängt wird. Wie Untersuchungen ergaben reichen hierfür schon 8 g pro Tag aus.

Inulin erhalten Sie als Pulver in Reformhäusern oder im Internethandel. Es hat keine Kalorien, schmeckt aber leicht süßlich. Am besten verwenden Sie das Pulver zum Kochen, denn es macht Soßen cremiger und Suppen leicht sahnig. Beginnen Sie mit einer Messerspitze und erhöhen Sie die Dosis langsam, da Sie sonst mit Blähungen und Durchfällen rechnen müssen. Bis genügend gute Bakterien angesiedelt sind, die das Inulin verstoffwechseln können, bindet die Zuckerverbindung Wasser an sich. Dadurch kann der Stuhlgang breiig werden.

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Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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