Kräuter: Verwendungsmöglichkeiten
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Tee
Der Tee ist die wohl älteste und gebräuchlichste Form der Anwendung. Es gibt 3 wesentliche Möglichkeiten der Zubereitung:
1. Der Aufguss – Die getrocknete Pflanze wird mit heißem, nicht mehr kochenden Wasser übergossen und ca. 10 Minuten ziehen gelassen.
2. Der Auszug – Die getrocknete Pflanze wird mit kaltem Wasser angesetzt und ca. 8 Stunden ausgezogen, abgeseiht und vor der Einnahme leicht erwärmt.
3. Das Abkochen – Die getrocknete Pflanze wird meist mit kaltem Wasser angesetzt, eventuell auch kalt ausgezogen und dann 2 bis 10 Minuten gekocht.
Den Tee können Sie sowohl innerlich wie auch äußerlich (Gurgeln, Umschläge, Bäder, Inhalationen) anwenden.
Tinktur
Die zerkleinerte frische Pflanze wird mit 70 %igem Alkohol aus der Apotheke oder Kornbranntwein in einem gut schließenden Gefäß angesetzt (Faustregel: 1 Teil Pflanze, 5 Teile Alkohol). Dies lassen Sie 2 bis 10 Wochen auf der Fensterbank in der Sonne destillieren und filtern dann ab. Tinkturen können sowohl innerlich (mit Wasser verdünnt) oder äußerlich angewendet werden.
Kräuteröl
Die frische Pflanze wird in einem guten Öl angesetzt. Auch dies lassen Sie mehrere Wochen in der Sonne destillieren und filtern es dann ab.
Kräuteröle werden in der Regel nur äußerlich verwendet. Sie eignen sich sehr gut zur Massage – eine Anleitung zur Partnermassage finden Sie in Ganzheitlich leben 4/2002.
Kräutersalbe
Hier gibt es 2 Verfahren: das Abkochen der getrockneten Pflanze in frischem Schweineschmalz oder die Pflanze im Verhältnis 1:3 in Alkohol ansetzen, Tinktur bereiten und diese Tinktur einer Salbengrundlage zusetzen (erhältlich in Apotheken). Das Gemisch erwärmen Sie vorsichtig, bis der Alkohol verdampft ist; damit die Salbe nicht ranzig wird, geben Sie am besten ein paar Tropfen Thymol dazu.
Breiumschlag
Die zerkleinerte Heilpflanze wird hierbei direkt auf die betreffende Stelle aufgetragen. Damit der Breiumschlag besser haftet, können Sie die Pflanze mit Weizenmehl, Kleie oder Quark vermischen.
Kräuterbad
Sie bereiten einen hoch konzentrierten Tee und geben diesen ins Badewasser. Auch Kräuterreste aus dem Vorjahr können Sie sehr gut als Kräuterbad verwenden.
Kräuteressig
Kräuteressig gewinnen Sie, indem Sie die zerkleinerte, frische Pflanze zu gleichen Teilen mit Wein- oder Apfelessig ansetzen, 14 Tage ziehen lassen und dann abseihen.
Kräutersirup
Auch hier gibt es 2 verschiedene Möglichkeiten der Herstellung: Ursprünglich wurden die frischen Blätter schichtweise abwechselnd mit Zucker in ein Einmachglas dicht eingepresst und beschwert. Dann soll das Ganze ca. 3 Monate bei gleichmäßiger Wärme vergären (dazu vergrub man das Gefäß in der Erde). Nach den 3 Monaten wurde der Sirup abgepresst, kurz aufgekocht und in Flaschen abgefüllt. Die andere Möglichkeit besteht darin, die Blätter mit Zucker zu versetzen und einige Wochen in der Sonne destillieren zu lassen, dann wird der Sirup abgepresst, ein Aufkochen entfällt.
Kräuterpulver
Hierzu vermahlen Sie die getrocknete Pflanze im Mixer oder im Mörser. Kräuterpulver können Sie in Wein trinken oder auch beim Kochen dem Essen zufügen, es teelöffelweise einnehmen oder auch auf Wunden streuen.
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