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Kombucha: Woher bekommen Sie einen Pilz?

Woher bekommen Sie einen Kombucha-Pilz?

Kombucha hat das rege Interesse auch aus einem anderen Grund wirklich verdient. Das Getränk hat ein fruchtiges, mild-säuerliches Aroma und schmeckt einfach sehr gut. Leider verlangen die Vertreiber der Fertiggetränke einen sehr hohen Preis. Viel Geld lässt sich da natürlich sparen, wenn Sie Kombucha zu Hause selbst herstellen. Wenn Sie Ihren eigenen Kombucha ansetzen möchten, benötigen Sie zunächst einmal einen Kombuchapilz.

Wenn Sie niemanden kennen, von dem Sie einen Kombuchapilz übernehmen können, erhalten Sie ihn auch in Reformhäusern oder Bioläden. Diese stammen dann in der Regel aus Labors, die sich auf die Pilzherstellung spezialisiert haben. Hier wird für den Pilznachwuchs zunächst aus schwarzem und grünem Tee sowie Hibiskusblüten und Hagebutten ein riesiger Kessel Tee zubereitet. Diese leicht säuerliche Teemischung mag der junge Kombucha besonders gern. Für die notwendige Energie sorgt normaler Haushaltszucker. Zu Beginn seines langen Lebens ist der Kombuchapilz noch flüssig, es handelt sich um eine Ansatz- oder Impfflüssigkeit, die mindestens drei verschiedene Hefepilzarten und vier verschiedene Bakterienstämme, die hauptsächlich zu den Essigsäurebildnern zählen, enthält. Wie bei allen Naturprodukten schwankt auch hier die genaue Zusammensetzung, je nach Temperatur und Lagerung.

Diese Mikroorganismen vernetzen sich und bilden gemeinsam den gallertartigen Pilzkörper. Jeder Jungpilz braucht nun für seine Entwicklung Zeit. Nach 10 Tagen sieht der Kombucha in seiner Schale wie ein Pudding aus. Er bildet jetzt eine feste Schicht und erinnert an einen Pfannkuchen, allerdings ist er viel fester, geradezu zäh. Aber gutes Aussehen alleine reicht nicht aus. Nur aktive Pilze erzeugen den notwendigen Säuregrad. Gut ist ein pH-Wert von 3, das ist fast so sauer wie Speiseessig.

Die fertigen Pilze werden in einem Edelstahlsieb gewaschen, diese Metall-Legierung schadet dem Kombucha übrigens nicht. In Plastikfolie und Karton eingepackt hält sich der Kombuchapilz mehrere Wochen, im Kühlschrank sind es sogar drei Monate. So kommen die Kombuchapilze in den Handel oder per Versand direkt zum Verbraucher.

Auch ohne Koffein im Getränk ein Genuss

Ist der Kombuchapilz vorhanden, kann die Herstellung des Gärgetränks losgehen. Zunächst bereiten Sie einen Tee zu. Hier haben Sie die Qual der Wahl, denn sie können viele Teesorten verwenden. Es eignet sich schwarzer oder grüner Tee oder auch Mischungen dieser Tees mit Kräuter- und Früchtetees. Pure Kräutertees und aromatisierte Tees sollten nicht verwendet werden, da eventuell vorhandene ätherische Öle die Pilzkultur schädigen könnten. Wenn Sie Koffein im Kombuchagetränk vermeiden möchten, nehmen Sie z. B. Rotbusch- bzw. Rooibostee. Das ist ein gesunder süß-aromatischer Tee aus Südafrika mit vielen sekundären Pflanzenstoffen.

Das Gefäß, in dem Sie Kombucha ansetzen, sollte aus Glas oder Plastik bestehen, eine große Öffnung und circa 2 Liter Fassungsvermögen haben. Gut eignen sich z. B. große Einmachgläser. Metallbehälter oder Porzellangefäße dürfen nicht verwendet werden, da sie von der Säure angegriffen werden könnten.

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