Kombucha: Allgemeines
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Er wird gefeiert als Fitnessgetränk der Extraklasse, als asiatische Wundermedizin, natürliches Schönheitselixier und sanfte Entschlackungshilfe. Der Jahrtausende alte Kombuchatrank hat sich auch hierzulande inzwischen zum Kultgetränk gemausert. Gesund essen und genießen hat für Sie recherchiert, was es in sich hat.
Nina Ruge schwört drauf und Uwe Ochsenknecht hält sich damit fit. Der an Krebs erkrankte Ronald Reagan soll täglich einen Liter Kombucha weggeschluckt haben. Seine Wunderpreisungen reichen von der kleinsten Unpässlichkeit bis hin zu schwersten Erkrankungen. Wissenschaftliche Untersuchungen sprechen dem aus dem Kombucha-Pilz entstandenen Getränk inzwischen durchaus therapeutische Wirkungen zu.
In Asien hat Kombucha eine lange Tradition als Volks- und Naturheilmittel. Der Legende nach soll ein koreanischer Wunderheiler namens Kombu den japanischen Kaiser Inkyo um 400 nach Christus von seinem permanenten Magenweh befreit haben. Daraufhin war er so begeistert, dass er dem Getränk den Namen Kombucha gab. Eine andere Entstehungsversion besagt, dass der Name von der Kombualge stammt. Nach anderen Quellen - so die Kombucha-Expertin Anita Heßmann-Kosaris - braute sich die russische Bevölkerung schon vor mehr als tausend Jahren ihren „Kwass“ aus dem japanischen Pilz. In Taiwan heißt das Getränk „K’un-Pu-ch’a“ unddas bedeutet „Leben-das-aus-dem-Meer-stieg-Tee“.Bei uns ist das Kombucha-Getränk erst in den letzten Jahren richtig berühmt geworden.
In südlicheren Breitengraden hatte der Kombucha-Trank bereits in den fünfziger Jahren seine Anhänger. In Frankreich, Spanien und Italien genoss er einen guten Ruf als verdauungsfördernder Aperitif. Ihren Siegeszug bei uns verdankt die Kombucha dem Mediziner Dr. Rudolf Sklenar. Er hatte sie während der Krieges in Russland kennen gelernt und eine Kultur mit nach Hause gebracht. Zunächst empfahl er das vergorene Getränk seinen Patienten bei Magenproblemen, dann jedoch bei Rheuma, Gicht, Magen- und Darm-Leiden, Bluthochdruck, Diabetes und erhöhten Blutfettwerten. Seine Berufskollegen standen dem skeptisch gegenüber. Vor allem die Annahme, dass Kombucha eine günstige Wirkung auf Krebszellen haben könnte, ist bis heute umstritten.