Honig: Wundermittel
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Bienen produzieren nicht nur Honig, sie liefern auch andere Gesundheitsprodukte, von denen Sie profitieren können. Pollen, Propolis und Gelee Royale steigern Ihre Immunabwehr, die Wundheilung und die Regeneration nach schweren Krankheiten.
Honig gilt seit jeher als bewährtes Hausmittel. Er hemmt Entzündungen, fördert die Wundheilung und einen gesunden Schlaf. Wissenschaftlich waren seine positiven Wirkungen lange umstritten. Doch nun hat die Forschung erkannt, warum der süße Bienenbrei wirkt: Zum einen stecken im Honig antibakteriell wirksame Pflanzenstoffe, die Flavonoide. Zum anderen fügen die Bienen noch ein Enzym hinzu, das desinfizierende Stoffe bildet. Honig enthält neben vielen anderen Inhaltsstoffen Gluconsäure, Wasserstoffperoxid und Inhibine. Die Gluconsäure sorgt für ein saures Millieu im Honig. Dadurch werden viele Keime an der Vermehrung gehindert. Wasserstoffperoxid schädigt den Stoffwechsel von Krankheitserregern. Als Inhibine wird eine Gruppe verschiedener entzündungshemmender Wirkstoffe bezeichnet – zum Beispiel Lysozym, Flavonoide und aromatische Säuren. Ihre Zusammensetzung und Wirkweisen sind noch nicht vollständig erforscht.
Honig heilt Wunden
Außerdem rückt der Honig entzündeter oder wunder Haut mit einem Trick zu Leibe: Die hochkonzentrierten Zuckermoleküle entziehen den Entzündungsbakterien die zur Vermehrung notwendige Feuchtigkeit. Die Keime trocknen aus und sterben ab. Honig trägt zu einer stärkeren Durchblutung bei, was die Ausheilung fördert. Bei der Wundbehandlung - etwa bei spröden, aufgesprungenen Lippen - wird der Honig äußerlich auf die Verletzung aufgetragen. Dadurch wird die Wunde luftdicht abgeschlossen. Studien ergaben, dass selbst großflächige Wunden schneller heilen, wenn sie mit Honig behandelt werden. Bakteriell bedingter Durchfall lässt sich ebenfalls mit Honig zum Abklingen bringen.
Darüber hinaus ist Honig ein beliebtes Lebensmittel. Weil er reich an Frucht- und Traubenzucker ist, viele Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme, Aminosäuren und sekundäre Pflanzenstoffe enthält, gilt er als Bestandteil einer gesunden Ernährung und als schneller Energielieferant. Da er einen hohen Zuckeranteil hat, schlägt er auch in der Kalorienbilanz zu Buche.
Denn rein chemisch gesehen ist Honig nichts anderes als eingedicktes Zuckerwasser. Er besteht zu 80 % aus Trauben- und Fruchtzucker. Der Rest ist Wasser. In 100 g stecken 325 Kalorien. So gesehen ist Honig vor allem ein Genussmittel. Leider ist Honig auch kein Freund der Zähne, nach dem Genuss des süßen Sirups heißt es immer: Zähne putzen.
Bienenprodukte bieten Ihnen mehrere natürliche Heilmittel
Außer dem Honig stellt ein Bienenvolk noch andere Produkte her, die Sie auch als Fertigpräparate in der Apotheke oder im Drogeriemarkt kaufen können. Die Industrie – egal ob Lebensmittel-, Pharma- oder Kosmetikindustrie – nutzt fast alles, was aus der Produktion der Bienen stammt. Denn alle Produkte aus der „Bienenfabrik" haben ein ganz eigenes Spektrum an Heilwirkungen. Dosierungen und Anwendungen der Produkte sind sehr unterschiedlich und richten sich nach dem einzelnen Präparat. Sie können auch einen Imker nach frischem Propolis, Gelee Royale und frischen Bienenpollen fragen. Grundsätzlich gilt die Regel, zunächst mit kleinen Mengen zu beginnen.