MenüMenü

Honig heilt schwierige Wunden besser als Antibiotika

Die meisten von uns wissen, was für tolle Kräfte im Honig stecken. Er kann als ein wahres Wundermittel gelten. Leider wurde er lange Zeit von den Antibiotika verdrängt. Dabei kann Honig gerade bei problematischen Wunden viel mehr bewirken als diese: Er reinigt die Wunde und fördert das Wachstum von neuem Gewebe. Darüber hinaus wirkt er antibakteriell gegen die Wundbakterien und killt Pilze. Außerdem schafft er ein saures Millieu auf der Haut und schützt das gesunde Gewebe. Zunehmend wird spezieller Heilhonig auch zur professionellen Wundbehandlung eingesetzt. Etliche Studien der vergangenen Jahre konnten die Wirksamkeit eindrucksvoll nachweisen – insbesondere bei schwierigen Wunden wie diabetischen Geschwüren, offenen Beinen, Ekzemen, Psoriasisherden oder strahlenbedingten Hautschäden. Inzwischen macht der Begriff „Medihoney“ sogar mehr und mehr die Runde.

Studie zur Wundheilung durch Honig

Forscher vom Städtischen Klinikum Dessau untersuchten nun die Wirkung von Honig auf hartnäckige chronische Wunden im Kopf-Hals-Bereich, bei denen es zu Wundheilungsstörungen gekommen war. Bei ihnen wurde medizinischer Honig aufgetragen. Auf Antibiotika konnte verzichtet werden. Bei allen Patienten führte der Honig zu einer raschen Abheilung der Wunden. Die süßen Wundauflagen verklebten nicht, ließen sich gut wechseln und „schluckten“ auch unangenehme Wundgerüche weg. Die Ärzte konnten zudem keine Nebenwirkungen entdecken. Sie empfehlen zusätzlich zum Medihonig eine Wundauflage nach dem Prinzip der feuchten Kammer anzuwenden. Es gibt auch Hinweise darauf, dass der Medizinalhonig eine angeschlagene Nasenschleimhaut heilen kann.

Hier ist seit einiger Zeit „Medihoney“ zur effektiveren Wundversorgung zugelassen und wird ständig als Medizinprodukt überwacht. Die Wirkung von Medihoney führen Mediziner der Universität Bonn darauf zurück, dass der Zucker im Honig den Bakterien und dem entzündeten Gewebe Flüssigkeit entzieht. Darüber hinaus ist in dem Honig ein Enzym vorhanden, das antibakteriell wirkt und die Wundheilung beschleunigt. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Mix von sekundären Pflanzenstoffen wie den Phenolen, die den Wundbakterien das Leben schwer machen. Medihoney wirkt nach den Erfahrungen der Bonner Wissenschaftler meist besser als Antiobiotika. Er besiegt sogar besonders resistente Keime.

Hier erhalten Sie Medihoney

Medihoney ist ein besonderer Honig, der von australischen und neuseeländischen Bienen aus den Pollen bestimmter Bäume (unter anderem einem Teebaumgewächs) gesammelt wird. Forscher der Universität Waikato in Neuseeland entwickelten spezielle Produkte auf der Basis von Manukahonig aus dem Teebaum, die in der lokalen Wundbehandlung und zur Einnahme bei Mund- und Halsentzündungen zum Einsatz kommen. Er ist europaweit als Medizinprodukt zugelassen. Er ist dem Honig für Nahrungszwecke auf diesem Gebiet deutlich überlegen, der eher weniger nützt. Der Medizinhonig hat keinerlei Nebenwirkungen und soll selbst für Allergiker verträglich sein. Sie erhalten ihn in der Apotheke oder über das Internet.

Spezialrezept zur Wundheilung: Honigsalbe gegen Wundinfektionen

Verrühren Sie 3 TL Rindertalg aus der Bio-Metzgerei mit 1 TL Bio-Honig zu einer glatten Paste und bewahren Sie diese luftdicht verschlossen im Kühlschrank auf. Tragen Sie die Honigsalbe auf oberflächliche Schürf- und Schnittwunden sowie Insektenstiche auf, um Wundinfektionen zu verhindern und die Heilung zu unterstützen. Statt Rindertalg können Sie auch eine neutrale Salbengrundlage (z. B. Eucerin® aus der Apotheke) verwenden.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Helmut Erb
Über den Autor Helmut Erb

Experte im Bereich Sport und Fitness Helmut Erb war weit über 30 Jahre Kampfschwimmer bei der Deutschen Marine. Seine beruflichen […]

Regelmäßig Informationen über Naturheilkunde erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Helmut Erb. Über 344.000 Leser können nicht irren.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

Alte Kommentare
  • Petra M schrieb am 20.03.2013, 08:34 Uhr

    Vielen Dank für Ihre Information zum Manuka-Honig. Mein Mann erhält seit Nov. 2012 an zwei offenen Beinen (keine Diabetis) professsionelle Wundbehandlung. Die eine Wunde war sehr tief, entsprechend lange wird die Wundheilung noch dauern. Die Wunde bei dem anderen Bein ist leider wieder aufgebrochen und die Wundbehandlung muß erneut begonnen werden. Bei dieser Gelegenheit interessiert mich auch die Wundheilung mit Meersalzwasser. 1998 war ich in Ghana und hatte dort einen Unfall mit einer großen offenen Wunde (Knie), die auch nach längerer Zeit nicht heilte und sich stark entzündete trotz Antibiotika (der Arzt war übrigens in Deutschland ausgebildet), so dass ich zurückfliegen wollte. In einer allgemeinen Poliklinik hat mir der Arzt anstelle von Antibiotika etc. einen täglichen Verbandswechsel und Behandlung mit Meerwasser angeordnet und gab mir die Garantie der Heilunt der Wunde innerhalb von 7 Tagen was zu meiner großen Überraschung tatsächlich der Fall war! Welche Erkenntnisse gibt es bei uns über Wundbehandlung mit Meer- bzw. Salzwasser? Wird dies bei offenen Beinen angewandt? Überhaupt, Salz kann offensichtlich viel bewirken. Über Ihre Antwort bedanke ich mich schon jetzt. Mit freundlichen Grüßen Petra Matsushita

  • Elke Kerrinnes schrieb am 20.03.2013, 14:05 Uhr

    Danke für diesen tollen Tipp. Kann ich den Medi-Honig auch in Spanien bekommen? Ich werde den reinen Honig jetzt sofort auf eine schlecht heilende Wunde geben. Mal sehen. Sonnige Grüsse