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Auch Honig kann Karies verursachen

von Dr. Martina Hahn-Hübner

Gerade jetzt im Herbst hat Honig wieder Hochkonjunktur – die heiße Milch mit Honig tut bei Halsschmerzen sehr gut. Aber auch ein leckeres Honigbrot bringt zumindest mir in der dunklen Jahreszeit die Erinnerung an den Sommer zurück. Zudem benutzen viele Menschen Honig als Zuckerersatz, sozusagen als gesundheitsfreundliches Süßungsmittel.

Aber Vorsicht: So gesund, wie weit verbreitet angenommen, ist Honig auch nicht. Denn genau so wie Zucker kann auch Honig die Entstehung von Karies fördern. Er ist zwar (meist) ein reines Naturprodukt, aber ein kohlenhydrathaltiges Nahrungsmittel und kann als solches auch die Beschädigung von Zähnen verursachen. Bei der Verdauung von Honig entstehen Säuren, die den Zahnschmelz beschädigen können. Daher sollten Sie nach dem Honigbrot zum Frühstück gründlich die Zähne putzen oder sich zumindest den Mund mit Wasser ausspülen, falls Sie keine Zahnbürste zur Hand haben.

Sorgfältig sollten Sie Ihren Honig auch auswählen. Leider ist Etikettenschwindel bei diesem Bienenprodukt immer noch an der Tagesordnung. Es kann Ihnen passieren, dass Sie anscheinend edlen Tannenhonig im Supermarkt kaufen – in Wirklichkeit erhalten Sie aber nur ganz "normalen" Blütenhonig. Mein Tipp: Kaufen Sie Ihren Honig am besten beim Imker vor Ort. Viele dieser Imker legen großen Wert darauf, dass Sie wirklich den Honig erhalten, den Sie sich vorstellen. Einen seriösen Imker erkennen Sie daran, dass Sie ihm über die Schulter schauen können. So erfahren Sie außerdem, wie letztendlich diese leckere gelbe Masse entsteht und können vor Ort auch verschiedene Sorten probieren – bis Sie Ihren bevorzugten Honig gefunden haben.

Ich wünsche Ihnen guten Appetit und alles Gute,

Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner

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