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Optimismus: Warum Sie mit einer positiven Einstellung länger leben

„Mir gelingt aber auch gar nichts“, „Ich ersticke in Problemen“ oder „Niemand nimmt mich ernst“ – Diese Gedanken haben eines gemeinsam: Sie schmälern nicht nur Ihr Selbstbewusstsein, sondern verursachen auch noch körperliche Beschwerden. Ziehen Sie sich nicht mit negativen Gedanken in Ihr „Schneckenhaus“ zurück.

So wirkt Stress in Ihrem Körper

Negative Gedanken können Sie genauso krank machen wie eine falsche Ernährung und mangelnde Bewegung. Wenn Sie sich in Ärger und Unzufriedenheit hineinsteigern, wird in Ihrem Körper eine Stressreaktion ausgelöst. Ihr Zwischenhirn schüttet dabei einen Cocktail an Signalstoffen aus, der unter anderem bewirkt, dass Ihre Nebennierenrinde die Stresshormone Kortisol und Adrenalin abgibt.

Als Konsequenz steigen Blutdruck und Puls. Die Produktion von „Glückshormonen“ (Endorphinen) wird gebremst, Zucker wird verstärkt in Fett umgewandelt und auf Dauer entsteht daraus Übergewicht. Auch Schlafstörungen werden durch Kortisol gefördert, denn das Stresshormon schwächt die Wirkung von Melatonin, das denTag-Nacht-Rhythmus reguliert. Ihr Immunsystem leidet ebenso unter den Stresshormonen und damit steigt die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten. Chronische Krankheiten wie Schuppenflechte oder Rheuma bekommen durch die schlechte Grundstimmung ebenfalls oft einen regelrechten Schub.

Optimismus statt Pessimismus!

Allein Ihrer Gesundheit zuliebe sollten Sie Körper und Geist von „negativ“ auf „positiv“ umprogrammieren. Aber letztendlich kommt das allen Lebensbereichen zugute. Wenn Sie nicht alles negativ sehen und stattdessen gut gelaunt und positiv gestimmt durchs Leben spazieren, verlängert sich sogar Ihre Lebenszeit. Das fanden Wissenschaftler der amerikanischen Yale-Universität in New Haven heraus.

Sie befragten 660 Bewohner aus einer Kleinstadt in Ohio im Alter von 50 Jahren per Fragebogen. Dabei mussten die Teilnehmer unter anderem angeben, ob sie negativ geprägten Aussagen wie „Wenn man älter wird, ist man weniger nützlich“ zustimmten. Die Testpersonen wurden dann über einen Zeitraum von 23 Jahren weiter beobachtet. Das Ergebnis: Menschen mit pessimistischer Lebenseinstellung starben durchschnittlich sieben Jahre früher als diejenigen, die eine positivere Grundhaltung an den Tag legten und optimistisch in die Zukunft schauten.

10 einfache Schritte zu einer positiven Lebenseinstellung

  1. Nehmen Sie sich eigene Fehler nicht übel: Wenn Sie sich über sich selbst geärgert haben, überlegen Sie, wie Sie künftig besser reagieren können.
  2. Verabschieden Sie sich von eingefahrenen Denkmustern: Im Beruf ist Perfektionismus oft durchaus angebracht. Aber versuchen Sie dies nicht auf Ihr ganzes Leben zu übertragen. Jeder Mensch hat kleine Fehler. Stehen Sie zu Ihren eigenen.
  3. Vermeiden Sie verallgemeinernde und negative Selbsteinschätzungen: Dazu gehören zum Beispiel „Keiner mag mich“, „Immer geht alles schief“ oder „Nichts kann ich wirklich richtig“. Solche negativen Formulierungen entwickeln ein Eigenleben und schädigen auf Dauer Ihre Gesundheit.
  4. Werden Sie gelassener: Suchen Sie stets die positiven Aspekte einer Situation und ärgern Sie sich nicht unnötig. Vergisst Ihr Freund beispielsweise, ein geliehenes Buch zurückzugeben, denken Sie: „Er hat wohl momentan ziemlich viel um die Ohren. Das ist mir auch schon passiert.“
  5. Lernen Sie, die schönen Seiten des Lebens zu schätzen: Schreiben Sie auf, was Ihnen Freude bereitet. Versuchen Sie dann so oft wie möglich, Zeit für diese Dinge zu finden.
  6. Belohnen Sie sich selbst: Tun Sie das, wenn es Ihnen gelungen ist, einen schweren „Stein“ auf Ihrem Lebensweg zu beseitigen, zum Beispiel mit einer Urlaubsreise oder einem Konzertbesuch.
  7. Stärken Sie Ihre Gesundheit durch positive Gedanken: Denken Sie daran, was Ihr Körper alles leistet. Beispielsweise wie schnell sich Ihr Knie nach einer Operation erholt hat oder wie gut Sie immer noch alles selbst erledigen können.
  8. Meiden Sie den Kontakt zu „Miesmachern“: Negativ Denkende können Sie mit ihrer schlechten Laune anstecken.
  9. Werden Sie körperlich aktiv: Ein täglicher Spaziergang an der frischen Luft baut Anspannung und Stresshormone ab.
  10. Seien Sie offen: Gehen Sie mit einem Lächeln auf Ihre Mitmenschen zu. Dann werden andere Menschen sich auch Ihnen öffnen und das tut wiederum Ihrer Seele gut.
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