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Grundlagenwissen zum Thema Eigenurin

Würden Sie Ihrer Nachbarin bei Halsschmerzen das Gurgeln mit Urin empfehlen? Wohl eher nicht. Zwar war die Behandlung mit Eigenurin vor einigen Jahren kurzzeitig ein Modethema in der Laienpresse. Doch inzwischen wurde es still darum. Allein bei dem Gedanken an das Trinken des eigenen Urins schüttelt es die meisten Menschen. Dabei zeigt die mehr als 2000-jährige Erfahrung der indischen Medizin, in der die Eigenurin-Behandlung einen wichtigen Platz einnimmt, dass diese Therapie vor allem bei Hautentzündungen und zur Umstimmung einer fehlgeleiteten Immunabwehr wichtige Dienste leistet.

Schon die alten Ägypter schworen auf Eigenurin

Dass Urin zur Diagnose und als Heilmittel dient, ist lange bekannt. So waren einst die Ägypter Meister der Harnschau. In ihren Papyri beschrieben sie, wie man Krankheiten anhand der Beschaffenheit, Farbe, Geruch und Trübung des Harns erkennt oder sie mit Urin heilt.

Genauso nutzen die Ärzte der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und der ayurvedischen Heilweise heute wie vor 3.000 Jahren den gelben Saft. Darüber hinaus empfahl Hippokrates (460 bis 375 v. Chr.), der Vater der abendländischen Medizin, Urin als Heilmittel.

Bei diesen Leiden hilft die Eigenurin-Behandlung

  • Verbrennungen
  • Hautentzündungen, z. B. Schuppenflechte, Neurodermitis
  • Lebererkrankungen
  • Auotimmunerkrankungen, z. B. Rheuma und chronisch entzündliche Darmerkrankungen
  • Allergien

Die positiven Wirkungen sind auf die über 2.000 verschiedenen Inhaltsstoffe des Urins zurückzuführen. Wenn Sie Ihr „eigenes Wasser“ trinken, erhalten Sie wertvolle Stoffe Ihres Körpers zurück.

Wertvolle Substanzen im Urin

  • Hormone
  • Vitalstoffe wie Kalzium und Magnesium
  • Eisen und Zink
  • Vitamine
  • Aminosäuren (Eiweißbausteine)
  • Stoffe der Immunabwehr, z. B. Antikörper
  • Enzyme
  • Harnstoff

Urin ist nahezu keimfrei, wenn Ihre Harnorgane gesund sind. Erst nach dem Verlassen des Körpers nimmt er Bakterien auf und beginnt sich zu zersetzen. Bei bestimmten Erkrankungen enthält der Urin schädliche Substanzen (z. B. Harnsäure und Zuckerstoffe), die nicht wieder in den Körper zurückgeführt werden dürfen.

Bei diesen Erkrankungen dürfen Sie Ihren Urin nicht verwenden

  • Erkrankungen der Harnwege, z. B. Blasenentzündung, Nierenbeckenentzündung
  • akute Erkrankungen und Infektionen mit hohem Fieber
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Lebererkrankungen
  • Diabetes
  • Gicht
  • Tuberkulose
  • fortgeschrittene Krebserkrankungen
  • Schilddrüsenerkrankungen

Verwenden Sie bei diesen Erkrankungen Ihren Urin weder innerlich noch äußerlich. Vorsicht ist außerdem geboten bei der gleichzeitigen Einnahme von Medikamenten. Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker, bevor Sie eine Urin-Therapie beginnen. Dort können Sie die Beschaffenheit und Zusammensetzung Ihres Urins analysieren und sich beraten lassen.

Moderne Studien fehlen mangels Interesse der Pharma-Industrie

Viele Heilpraktiker und Ärzte für Naturheilkunde schwören auf die Therapie mit Eigenurin und stützen sich dabei auf uraltes Erfahrungswissen. Wissenschaftliche Studien über die Wirksamkeit fehlen jedoch bisher. Das liegt an den Finanzen und Interessen der Pharma-Industrie: Eigenurin lässt sich nicht patentieren und ist somit wirtschaftlich unattraktiv.

Allerdings verwendet die Pharma-Industrie Harnstoff als Entzündungshemmer in Cremes und Salben gegen Hautreizungen, -entzündungen und trockene Haut. Und diese Wirkung ist zweifelsfrei durch klinische Zulassungsstudien belegt. Da der Harnstoff-Gehalt im Urin im Tagesverlauf schwankt, verwenden Sie möglichst Ihren Morgenurin für Hautanwendungen. Er weist die höchste Konzentration auf.

So überwinden Sie Ihren Widerwillen

Wenn Sie eine Trinkkur mit Ihrem Urin ausprobieren möchten, achten Sie auf Ihre Ernährung und Lebensgewohnheiten. Das erleichtert Ihnen den Einstieg. Vermeiden Sie Stress, essen Sie viel Obst und Gemüse und nehmen Sie wenig Fleisch und Kaffee zu sich. Dadurch bekommt der Urin einen neutralen Geruch und Geschmack. Trägt man Urin auf die Haut auf, riecht er normalerweise nicht, da er schnell in den Körper eindringt.

Verwenden Sie immer den Mittelstrahlurin, also das zweite Drittel pro Wasserlassen. Dann sind eventuell enthaltene Bakterien schon zum größten Teil abgeflossen. Den Rest zerstört bei der innerlichen Anwendung die Magensäure. Verwenden Sie den Urin möglichst frisch, um Bakterienbefall von außen zu vermeiden. Übrigens tranken Sie bereits Urin, und zwar im Mutterleib. Alle ungeborenen Babys geben ihren Urin in das Fruchtwasser ab und nehmen ihn verdünnt wieder auf.

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