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Fotobiologische Eigenbluttherapie

Haben Sie sich mit Naturheilverfahren beschäftigt? Dann ist Ihnen unter Umständen die so genannte „Eigenblutbehandlung“ ein Begriff. Dabei entnimmt der Therapeut einige Milliliter Blut und spritzt sie dem Patienten zurück in die Muskulatur. Das Blut ist dann eventuell vermischt mit homöopathischen Medikamenten.

Die „Fotobiologische Eigenbluttherapie“ stellt eine Weiterentwicklung dieses Verfahrens dar. Dabei bestrahlt der Therapeut das Blut mit UV-Licht, bevor es die Patienten zurückerhalten. Das macht die Behandlung wesentlich effektiver. Diese Therapie fördert unter anderem die Fließfähigkeit des Blutes. Sie profitieren von der Behandlung insbesondere dann, wenn Sie beispielsweise an der „Schaufensterkrankheit“ (Durchblutungsstörungen in den Beinen) leiden oder Ihre Gefäße infolge eines Diabetes geschädigt sind.

Die Behandlung dauert 10 Minuten

Die Fotobiologische Eigenbluttherapie bezeichnet man des Weiteren als „Ultraviolett-Bestrahlung des Blutes“ (UVB). Der Therapeut entnimmt zunächst 50 ml Blut aus der Armvene. Zur Verhinderung einer Gerinnung vermischt er es in der Spritze mit 10 ml Natriumcitrat-Lösung. Während der Therapeut das Blut zurück in die Armvene injiziert, läuft es langsam an einer UV-Lichtquelle vorbei. Nach 10 Minuten ist eine Behandlungssitzung abgeschlossen.

Einige Therapeuten (vor allem in den alten Bundesländern) wenden eine spezielle Variante an, die Hämatogene Oxidationstherapie (HOT). Dabei reichern sie das Blut zusätzlich zur UV-Bestrahlung mit Sauerstoff an.

Schaufensterkrankheit: Endlich wieder schmerzfrei gehen!

Durch die UV-Bestrahlung entstehen im Blut fein dosierte Mengen an freien Sauerstoffradikalen. Diese schädigen in größeren Mengen die Zellen. Jedoch setzt die UVB gerade so viele Radikale frei, dass ihre Zahl zur Aktivierung zelleigener Abwehrsysteme ausreicht (z. B. die Radikalfänger-Enzyme Katalase und Superoxiddismutase). Die UV-Bestrahlung setzt einen sanften Reiz. Diesen beantwortet der Körper mit einer Aktivierung der eigenen Selbstheilungskräfte. Solche Behandlungen bezeichnet die Naturheilkunde als Reiz- oder Regulationstherapien.

Am meisten untersuchten Forscher diese anregende Wirkung bei der „Schaufensterkrankheit“. Bei dieser Erkrankung können die Patienten aufgrund von Durchblutungsstörungen in den Beinen lediglich kurze Strecken schmerzfrei gehen. Andere Bezeichnungen sind „Raucherbein“ oder arterielle Verschlusskrankheit (AVK). In einer Studie behandelten Wissenschaftler der Universität Jena 1992 insgesamt 38 AVK-Patienten fünf Wochen lang entweder mit der Fotobiologischen Eigenbluttherapie (ein bis zwei Sitzungen pro Woche) oder mit einem durchblutungsfördernden Medikament (Pentoxifyllin). Durch die Medikamente steigerten sie die schmerzfreie Gehstrecke um durchschnittlich 30 %. Die UV-Eigenblutbehandlung schnitt mit einem Plus von 143 % eindeutig besser ab.

Gute Verträglichkeit der Therapie

Gute Ergebnisse erzielt man darüber hinaus bei der Behandlung von Folgeschäden eines Diabetes. Durch den hohen Blutzuckerspiegel verschließen sich langsam die Blutgefäße. Das führt unter Umständen zu Netzhautablösung, Nierenschäden oder Nervenschäden (z. B. Taubheitsgefühlen in den Füßen).

Die UV-Behandlung verbessert die Fließfähigkeit des Blutes und verhindert aus dem Grund diese Schäden.

Einsatzgebiete

  • Durchblutungsstörungen
  • Diabetes
  • Migräne
  • Raynaud-Syndrom (Weißfingerkrankheit)
  • rheumatoide Arthritis
  • Makula-Degeneration
  • allgemeine Stärkung und Vitalisierung

In der Regel umfasst eine Behandlungsserie sechs bis zehn Einzelsitzungen, die der Patient in drei bis sechs Wochen absolviert. Möglicherweise profitieren Sie darüber hinaus von Auffrischungsbehandlungen, die Sie beispielsweise alle zwei Monate besuchen können.

Nebenwirkungen

  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • Schlafstörungen
  • verstärkte Urinausscheidung

In der Regel treten diese Nebenwirkungen in äußerst seltenen Fällen und lediglich vorübergehend auf.

In diesen Fällen eignet sich die Therapie nicht

  • bei bestehenden Blutungen
  • bei Infektionen
  • bei Schilddrüsenüberfunktion
  • bei fiebrigen Krankheiten mit unklaren Ursachen
  • bei Überempfindlichkeit gegen UV-C-Licht

UV-Eigenblutbehandlungen nehmen sowohl Ärzte als auch Heilpraktiker vor. Die Behandlungskosten tragen Sie in der Regel selbst. DieseInvestition in Ihre Gesundheit lohnt sich in den meisten Fällen!

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