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Grundlagenwissen zum Thema Die 5 Tibeter

Wer gesund sein möchte, für den spielt eine ausreichende Bewegung eine wichtige Rolle. Doch nicht nur mit Joggen, Wandern oder anderen sportlichen Betätigungen können Sie den Stoffwechsel ankurbeln und die Beweglichkeit fördern. Es gibt darüber hinaus einen Ablauf von sanften Übungen, die aus dem Yoga entlehnt sind: die 5 Tibeter.

Das Geheimnis aus dem Himalaya

Der Legende nach gab es einen Colonel der Britischen Armee, der als Mitglied des Diplomatischen Corps die ganze Welt bereiste. Für einige Jahre kommandierte man Colonel Bradford nach Indien ab.

Ihn interessierten auf jeder seiner Stationen und Reisen die Bräuche der Einheimischen und die Geschichten des Landes, so auch in Indien. Eine Geschichte fesselte ihn besonders. Er hörte von einer Gruppe von tibetischen Mönchen, von denen man sich in Indien erzählte, dass sie das Geheimnis der ewigen Jugend entdeckt hätten.

Die tibetischen Lamas versuchten über Jahrtausende, ihr Wissen geheim zu halten. Doch der Ruf als „Quelle der Jugend“ des einsam gelegenen Klosters im Himalaya verbreitete sich im Laufe der Zeit immer weiter.

Colonel Bradford hörte von dem Kloster, doch niemand sagte ihm, wo er es finden konnte. So machte er sich auf die Suche. Nach vielen Jahren gelang es ihm, den geheimnisvollen Ort zu finden. Er lernte dort die Wirkung der 5 Tibeter kennen. Seine körperliche Erscheinung verjüngte sich durch die regelmäßige Anwendung der5 Tibeter Übungen.

Die 5 Tibeter Übungen

Heute ist die Abfolge der sanften Dehnübungen in Europa bekannt. Wer es schafft, die Übungen als tägliches Ritual durchzuführen, erlebt die heilende und aufbauende Wirkung. Der tägliche Zeitaufwand für die Übungen auf einer Gymnastikmatte ist gering.

In 20 Minuten absolvieren trainierte Personen alle fünf Übungen 21 Mal. Anfänger, die von den tibetischen Yogaübungen profitieren wollen, sollten langsam und mit wenigen Wiederholungen beginnen und die Anzahl der Durchläufe nach und nach steigern.

Die tibetischen Übungen wie beispielsweise der „Tanzende Derwisch“ oder das „Klappmesser“ wechseln in ihrem Ablauf zwischen Bewegung und Entspannung. Dadurch aktiviert sich der gesamte Körper und es fördert die Durchblutung. Die Übungen dehnen und kräftigen die Muskelgruppen des ganzen Menschen.

Der Anwender der 5 Tibeter erhält mehr Energie und Elan und entwickelt eine stark ausgeprägte Empfindung des Wohlfühlens im Körper und im Geist.

Wohlbefinden für Körper und Geist

Die fünf Übungen wurzeln wahrscheinlich im Yoga und eignen sich, um steife Gelenke beweglicher zu machen und die Muskeln zu kräftigen. Damit stärken Sie zudem Ihre Knochen. Sollten Sie erhebliche Rückenprobleme oder Osteoporose haben, besprechen Sie diese Übungen mit Ihrem Therapeuten.

Die 5 Tibeter bilden eine Reihe von auf einander abgestimmten Bewegungsabläufen, die den Energiehaushalt des Körpers beleben. Die östliche Gesundheitslehre spricht von „Chakren“ als Kraftzentren, die sich über den ganzen Körper verteilen.

Die sieben Hauptchakren wurzeln im Energiekanal der Wirbelsäule und öffnen sich wie Blütenkelche nach vorn. Die Chakren stehen in einer uns unbekannten Beziehung zum Hormonsystem. Die Hormone wiederum regeln Körperfunktionen und kommunizieren mit dem Nerven- und Immunsystem.

Wir können uns diese Chakren als Kraftfelder vorstellen, die sich mit hoher Geschwindigkeit drehen und dabei Energie durch den Körper fließen lassen. Drehen sich alle Energiefelder mit der gleichen Geschwindigkeit, ist der Mensch in guter Verfassung. Verlangsamt sich die Drehgeschwindigkeit eines oder mehrerer Chakren (z. B. mit zunehmendem Alter), treten Blockaden und damit Beschwerden auf.

Die weiterhin schnelle Drehung der anderen Energiefelder bewirkt dann Nervosität, Ängstlichkeit und Erschöpfung aufgrund einer Störung der Harmonie.

Die Wirkung dieser Übungen

Wer diese Geschwindigkeit mit Hilfe der fünf Übungen zu normalisieren lernt, fühlt sich laut der tibetischen Lamas körperlich, geistig und seelisch jung und elastisch. Viele westliche Übende bestätigen das.

Eine erste vitalisierende Wirkung spüren manche Übende nach dem ersten Mal, andere nach einer Woche. Davon profitieren Geschwächte oder Menschen mittleren Alters am meisten. Auch über Siebzigjährige können vorsichtig damit beginnen. Wenn Ihre Chakren sich durch regelmäßiges Üben schneller oder harmonischer drehen, bemerken Sie einen körperlichen und seelischen Vitalitätszuwachs. Die Wirbelsäule reckt sich.

Sie gehen, von einer inneren Kraft gestützt, aufrechter, fühlen sich froher und stärker.

Viele Übergewichtige beginnen, langsam Fett zu verlieren. Bisher heftiges Verlangen nach Süßigkeiten schwindet. Viele Untergewichtige legen etwas zu. Der Schlaf wird besser und erholsamer.

Warum diese Übungen so wirken, bleibt das Geheimnis der tibetischen Mönche, die diese Übungen entwickelten und als Erfahrungsschatz den folgenden Generationen überlieferten. So schildert es Peter Kelder in seinem Buch, das die 5 Tibeter der westlichen Öffentlichkeit zugänglich macht.

1. Übung

Stehen Sie aufrecht mit seitlich in Schulterhöhe ausgestreckten Armen, die Handflächen zeigen nach unten. Drehen Sie sich mit kleinen Schritten nach rechts um Ihre eigene Achse. Damit Ihnen nicht schwindelig wird, fixieren Sie wie die Tänzer mit den Augen einen festen Punkt und wenden den Kopf schnell zu einem anderen Punkt. Beachten Sie: Tempo anfangs gemäßigt. Später kann es schneller werden.

Ausgleich: Zum Abschluss vertreiben Sie eventuelle Schwindelgefühle schnell, indem Sie die Hände nach vorn ausstrecken, die nach oben gestellten Daumen anschauen und mehrmals in schnellem Rhythmus Fäuste bilden und öffnen.

Wie übt man am besten?

Beginnen Sie mit jeweils drei Wiederholungen der Übungen und steigern Sie die Anzahl alle ein bis drei Wochen um weitere zwei Abläufe. Vielleicht schaffen Sie anfangs nur jeweils einen Ablauf.

Ob Sie jemals zu der maximalen Anzahl von 21 Wiederholungen einer jeden Übung gelangen, ist nicht wichtig. Optimal ist die Anzahl, die Ihnen ohne Anstrengung gelingt.

Manche Frauen bleiben bei 13 oder 15 Wiederholungen, weil mehr sie zu sehr stimulieren. Tempo und Ausmaß der Bewegungen richten sich allein nach Ihrem Wohlbefinden. Sie dürfen zwischen den Wiederholungen pausieren, aber atmen Sie im Rhythmus weiter tief ein und aus.

Je älter oder gewichtiger Sie sind, desto vorsichtiger sollen Sie üben. Achten Sie darauf, Ihre Schwachstellen zu schonen. Kein Atemstau, keinen roten Kopf, keinen Druck auf die Schilddrüse, keine verkrampfte Rückenmuskulatur.

Sonst müssen Sie sich zurücknehmen. Bauen Sie allmählich auf. Vertrauen Sie darauf, dass Sie im Laufe regelmäßigen Übens ohnehin erreichen, was Ihnen anfangs versagt ist. Es ist zu empfehlen, für einen guten Einstieg einen Kurs (z. B. in der Volkshochschule) zu besuchen. Die Übungen 2 bis 5 führen Sie am besten auf einer rutschfesten und rückenschonenden Unterlage durch.

2. Übung

Legen Sie aus der Rückenlage die Arme neben dem Körper und die Handflächen nach unten. Heben Sie beim Einatmen den Kopf und ziehen das Kinn zur Brust. Arme und Rücken bleiben auf dem Boden.

Gleichzeitig heben Sie die Beine senkrecht in die Höhe (evtl. mit gebeugten Knien und hängenden Unterschenkeln). Mit dem Ausatmen senken Sie Kopf und Beine wieder. Mit dem Einatmen beginnt der nächste Ablauf.

Beachten Sie: Wenn im Hals ein Druckgefühl entsteht, heben Sie den Kopf nur leicht an. Ausruhen und Ausgleich: Spüren Sie in der entspannten Rückenlage nach.

3. Übung

Sie sitzen aufrecht auf dem Boden, die Beine in Hüftbreite möglichst gerade ausgestreckt, die Handflächen neben dem Becken aufgestützt. Senken Sie den Kopf zur Brust. Mit dem tiefen Einatmen heben Sie das Becken. Dabei gehen Oberkörper und Kopf zurück.

Optimal ist es, wenn jetzt Oberschenkel, Rumpf und Kopf eine gerade Linie bilden. Spannen Sie kurz alle Muskeln an, ohne den Atem anzuhalten. Mit dem Ausatmen zurück in die Ausgangsposition.

Beachten Sie: Wenn diese Übung für Sie schwierig ist, heben Sie das Becken wenig an. Nur keine Verrenkungen! Sie brauchen sie nicht von Anfang an perfekt zu können.

Ausruhen und Ausgleich: Zum Nachspüren bleiben Sie sitzen, ziehen die Füße an den Körper heran, legen die Arme um die angewinkelten Knie und lassen den Kopf locker sinken. Atmen Sie in den gerundeten Rücken.

4. Übung

Bauchlage. Beine in Hüftbreite ausgestreckt, die Handflächen neben den Schultern auf dem Boden. Strecken Sie die Arme durch, sodass sich der Rumpf anhebt. Kopf leicht nach hinten gebeugt.

Wenn es Ihr Rücken erlaubt, lassen Sie den Rumpf locker durchhängen. Damit befinden Sie sich im „hängenden Liegestütz“. Mit dem Einatmen schieben Sie das Becken nach hinten und oben, bis Ihr Körper ein umgedrehtes V bildet (die Rückenmuskeln arbeiten dabei mit).

Den Kopf hängen lassen, dabei geht das Kinn zur Brust. Mit dem Ausatmen zurück in den (hängenden) Liegestütz. Nach dem letzten Ablauf senken Sie sich langsam in die Bauchlage zurück.

Beachten Sie: Üben sie am besten barfuß auf einer rutschfesten Unterlage. Ausruhen und Ausgleich: In der Bauchlage legen Sie den Kopf seitlich auf die angewinkelten Arme und winkeln ein Bein zur selben Seite wie die Blickrichtung an.

5. Übung

Knien Sie mit aufrechtem Körper auf dem Boden, Knie leicht auseinander (evtl. Kissen unterlegen), die Zehen aufgestellt. Die Hände stützen die Rückseite der Oberschenkel direkt am Übergang zum Gesäß.

Gesäß anspannen, das schont die Lendenwirbelsäule. Senken Sie das Kinn zur Brust, damit der Nacken gedehnt ist. Beim Einatmen beugen Sie Kopf und Schultern und eventuell den Rücken sanft nach hinten. Beim Ausatmen gehen Sie in die Ausgangsstellung zurück und entspannen das Gesäß.

Beachten Sie: Bei Rückenschmerzen oder Schilddrüsenproblemen deuten Sie die Rückbeuge nur an. Ausruhen und Ausgleich: Setzen Sie sich auf die Fersen und kauern Sie sich zusammen, Unterarme auf den Boden und den Kopf senken. Atmen Sie ruhig und tief in den gerundeten Rücken hinein.

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