Blutegel: So funktioniert die Behandlung
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Zu einer Blutegelbehandlung sollten Sie ausreichend Zeit mitbringen. Zudem dürfen Sie vorher nur wenig trinken und sollten Ihre Blase entleert haben.
Nachdem die Ansatzstellen mit warmem Wasser und einer unparfümierten Seife gereinigt wurden, nimmt man zum Ansetzen ein kleines Glasgefäß und stülpt damit den Blutegel an die gewünschte Körperstelle. Sie spüren nur einen minimalen Biss des Egels. Nachdem das Tier sich festgesaugt hat, wird es mit Zellstoff abgedeckt.
Die Saugzeit beträgt durchschnittlich je nach Größe des Blutegels, seinem Hungerzustand und der Durchblutung der Saugstelle rund 10 bis 40 Minuten.Wenn sich der Egel vollgesaugt hat, löst er sich von selbst ab.
Achtung: Der Blutegel sollte niemals gewaltsam entfernt werden, weil sein Kiefer in der Wunde verbleiben und dort Entzündungen verursachen kann.
Die Saugstelle wird mit einem sterilen Mulltupfer verbunden; nach der Behandlung müssen Sie rund sieben Stunden ruhen.
Der erste Verbandswechsel erfolgt nach 24 Stunden, nach rund einer Woche dürfen die Stellen zum ersten Mal wieder mit Wasser in Berührung gebracht werden.
Je nach Aufwand kostet eine Blutegel-Behandlung zwischen 30 und 100 Euro. Krankenkassen übernehmen die Kosten nur nach vorheriger Absprache.