Bachblüten: Selbstbehandlung
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Theoretisch kann sich jede Frau (und jeder Mann) selbst behandeln, vorausgesetzt, sie kennt sich selbst und besitzt die Gabe der kritischen Selbstbeobachtung. Doch nicht alle Menschen sind dazu in der Lage. Es genügt nicht, zu fühlen. Beobachtung und Erkennen von Zusammenhängen erfordern eine gewisse Distanz. Schon eine gute Freundin wird uns mit anderen Augen sehen als wir uns selbst. Aber auch sie ist nicht unvoreingenommen. Therapeuten haben die Distanz und die Erfahrung im Umgang mit den Bach-Blüten. Doch können Sie versuchen, bei Alltagsproblemen die Beschreibungen der Blütenbilder nach Bach zu nutzen. Bei akuten Störungen (Prüfungsangst, Leistungskrisen, Familienproblemen, emotionalem Stress, Panikattacken) können die passenden Bach-Blüten erstaunlich schnell Erleichterung bringen. Bei chronischen Zuständen dauert es naturgemäß länger.
Wenn Sie die Möglichkeiten der Bach-Blütentherapie selbst ausprobieren wollen, brauchen Sie als Hilfsmittel eines der zahlreichen, allgemeinverständlich geschriebenen Bücher über Bach-Blüten. Zum Einstieg empfehlen wir Mechthild Scheffer: Die Original Bach-Blütentherapie, Heinrich Hugen-dubel-Verlag (die Autorin hat diese Therapie in Deutschland bekannt gemacht) und/oder Götz Blome: Das neue Bach-Blüten-Buch, Bauer Verlag (mit psychologisch fundierter Analyse und im Anhang zum Nachschlagen eine Liste der Symptome mit den passenden Blüten). Wenn Sie selbst in die Materie einsteigen, werden Sie vermutlich als erstes feststellen, dass Sie eigentlich fast die Hälfte der Blüten bräuchten und wie schwer eine Auswahl ist. Andererseits ist der große Vorteil, dass Sie sich mit Bach-Blüten nicht schaden können. Passt eine von Ihnen ausgesuchte Blüte nicht auf Sie, wirkt sie nicht. Dann war Ihr Selbstbehandlungsversuch vergeblich, aber nicht schädlich. Unerwünschte Nebenwirkungen, Gefahren bei falschen Dosierungen oder Wechselwirkungen mit Arzneimitteln, die Sie einnehmen, brauchen Sie nicht zu befürchten. Allerdings kann es (wie in der Homöopathie) gelegentlich zu einer Erstreaktion kommen, die die bestehenden Symptome intensiviert. Gewöhnlich klingt sie aber recht schnell wieder ab.
Bei chronischen Beschwerden sollen Sie zum Arzt gehen!
Über eines müssen Sie sich allerdings im Klaren sein: Bach-Blüten vermögen nicht, chronische Krankheiten wie etwa Rheuma, Asthma oder gar Krebs zu heilen! Bei chronischen Leiden ersetzen sie nicht den Gang in die ärztliche Praxis oder in die Heilpraxis! Sie richten auch nichts gegen schwere Geistes- oder Gemütskrankheiten aus! So bedarf eine schwere Depression unbedingt der fachärztlichen Behandlung. (Anzeichen sind Schlaf- und Essstörungen, schwere Antriebslosigkeit und starke Gefühle von Ausweglosigkeit.) Aber Bach-Blüten vermögen mit ihren energetischen Schwingungen eine negative Gemütslage des Alltags positiv zu beeinflussen. Und da jede körperliche Krankheit einen starken seelischen Anteil hat – als Ursache oder Folge – helfen sie begleitend, mit der Krankheit besser fertig zu werden.
Insbesondere bei psychosomatischen (leibseelischen) Erkrankungen, bei denen eine gestörte Seelenlage die Grundlage oder der Auslöser ist, wird sich die Harmonisierung des Gemütszustandes günstig auch auf die körperlichen Beschwerden auswirken.
Es kommt immer auf einen Versuch an. Je stärker die seelische Komponente und je passender die Blüte, desto erfolgreicher kann der Versuch sein. Ihre Therapeutin oder Ihr Therapeut wird Sie beraten.