Nachtlicht fördert Tumorbildung
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 8. Juli 2008, 06:00 Uhr
GNL5356
Wenn es nachts in Ihrer Umgebung zu hell ist, steigt Ihr Brustkrebsrisiko. Das ist nach Angaben des Berufsverbandes der Frauenärzte das Ergebnis einer israelischen Studie. Damit bestätigen sich frühere Hinweise auf häufigere Brustkrebserkrankungen bei heller Nachtbeleuchtung. Zudem ist das Brustgewebe von Stadtbewohnerinnen im Vergleich zu dem von „Landfrauen" dichter und damit ebenfalls die Gefahr einer Krebserkrankung höher. Die Rate der Brustkrebserkrankungen ist in Gebieten mit einer durchschnittlichen nächtlichen Lichtmenge um 37 Prozent höher als in Gebieten, in denen es nachts dunkler ist. Wo es sehr hell ist, steigt die Rate noch einmal weitere um 27 Prozent.
Durch das Licht werden nachts weniger große Mengen des Schlafhormons Melatonin ausgeschüttet. Darin vermuten die Forscher den Grund für den Anstieg. Das Hormon wird nur in der Dunkelheit gebildet. Es kann vermutlich das Wachstum von Krebszellen unterdrücken. Blinde Frauen erkranken zum Beispiel deutlich seltener an Brustkrebs.