Nach dem Urlaub bitte kein Absturz in den Alltag
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 9. August 2010, 05:00 Uhr
GNL5356
Rückkehr in den Blues: Kaum wieder aus den Urlaub daheim, leiden viele Menschen unter trübsinnigen Gedanken. Der Sommerurlaub ist vorbei und der Alltag droht, einen wieder fest im Griff zu nehmen. Dieser Gedanke schlägt vielen Heimkehrern auf die Stimmung. Die ersten Tage nach den Ferien empfinden viele von ihnen als eine einzige Qual. Sie fühlen sich müde, antriebslos, schlafen schlecht und haben mit Kopfschmerzen zu kämpfen. Als "Post Holiday Syndrom" bezeichnen Psychologen dieses Krankheitsbild, das nach den Ferien (englisch: holiday) auftrtitt. So lange haben Sie sich auf den Urlaub gefreut und dann ist er so schnell wieder vorbei. Und der nächste Urlaub ist noch in weiter Ferne. „Um dem Blues nach dem Urlaub erst überhaupt keine Chance zu geben, ist es beispielsweise wichtig, nicht direkt vom Flughafen an den Schreibtisch zu hetzen", rät Diplom-Psychologe Frank Meiners. „Zwei oder drei freie Tage sollten schon zwischen Wiederkehr und Arbeitsbeginn liegen. Im Idealfall beginnen Sie an einem Mittwoch oder Donnerstag, damit das Wochenende nicht zu weit entfernt ist."
Meist dauert es einige Tage, bis das Leben wieder seinen gewohnten Gang geht. Im Übrigen gilt für alle Menschen mit einem "Post Holiday Syndrom": Nehmen Sie Gewohnheiten aus dem Urlaub einfach mit zur Arbeit. Eine Muschel vom Lieblingsstrand in der Schreibtischschublade, schöne Fotos auf dem Schreibtisch oder als Bildschirmhintergrund am PC können helfen, dass man im Büro ein wenig länger in Urlaubsstimmung bleibt und in schönen Erinnerungen schwelgen kann. „Legen Sie zwischendurch immer wieder kleine Pausen ein. Das senkt den Stresspegel erheblich", rät Meiners, Psychologe bei der DAK. „Wichtig ist, nicht sofort wieder in den alten Trott zu verfallen, sondern lieb gewonnenen Gewohnheiten aus dem Urlaub treu zu bleiben." Wenn Sie im Urlaub mittags ihre Zeit mit Lesen verbracht haben, können Sie auch weiterhin in der Mittagspause schmökern. So lebt es sich gelassener und die vielfältigen Aufgaben und Anforderungen des Alltags können leichter bewältigt werden.
Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb