Mythos Nummer 3: Es gibt Familien, in denen gehäuft Eierstockkrebs auf
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Eierstockkrebs
vom 29. September 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
nur 10 bis 15 Prozent der Frauen, die an Eierstockkrebs erkranken, bringen ein familiäres Risiko mit. Das bedeutet: Die Mehrheit trägt keines. Doch andererseits: Wenn es in Ihrer Familie eine Verwandte in direkter Linie gibt, die an Eierstockkrebs erkrankt ist, steigt auch Ihr Risiko. Ein familiäres Brustkrebsrisiko (nachweisbar an den Genen BRCA1 und BRCA2) kann womöglich ebenfalls die Gefährdung für einen Eierstocktumor erhöhen. Andere Faktoren, die Ihr Risiko erhöhen, ist Ihr Alter (die meisten Fälle werden nach den Wechseljahren diagnostiziert), Übergewicht und Kinderlosigkeit.
Mythos Nummer 4 - Wenn Ihre Gebärmutter herausoperiert wurde, bekommen Sie keinen Eierstockkrebs: Bei der herkömmlichen Gebärmutteroperation wird der Uterus entfernt, jedoch nicht die Eierstöcke. Heute werden die Eileiter und die Eierstöcke nur selten mitentfernt (was früher beliebt war und „Totalausräumung" genannt wurde), denn der Verlust der Eierstöcke ist wegen der Hormonbildung, die dort stattfindet, ein tiefgreifender Einschnitt. Denn Sie kommen schlagartig in die Wechseljahre. Wenn Sie nach einer Gebärmutteroperation noch über Ihre Eierstöcke verfügen, kann sich dort auch ein Tumor entwickeln.
Manchmal wird Frauen von Ärzten dazu geraten, sich vorsorglich die Eierstöcke entfernen zu lassen, wenn man ein höheres Krebsrisiko vermutet. Doch das ist wenig sinnvoll - unter anderem weil Sie dann ebenfalls von einer Sekunde zur anderen keine Geschlechtsorgane mehr bilden und mit heftigen Wechseljahrserscheinungen rechnen müssen. Zum anderen steigt Ihr Osteoporose- und Ihr Herzrisiko.
Diese Maßnahmen vermindern Ihr Risiko:
- wenn Sie mindestens fünf Jahre mit der Pille verhütet haben
- wenn Sie ein Kind geboren haben
- wenn Ihre Eileiter unterbunden wurden
- wenn Ihre Eierstöcke bereits entfernt wurden
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Brunhilde Arndt (29.09. 2011 09:00 Uhr):
Bitte lesen sie mal den angefügten Absatz durch. Manchmal wird Frauen von Ärzten dazu geraten, sich vorsorglich die Eierstöcke entfernen zu lassen, wenn man ein höheres Krebsrisiko vermutet. Doch das ist wenig sinnvoll - unter anderem weil Sie dann ebenfalls von einer Sekunde zur anderen keine Geschlechtsorgane mehr bilden und mit heftigen Wechseljahrserscheinungen rechnen müssen. Zum anderen steigt Ihr Osteoporose- und Ihr Herzrisiko. Diese Maßnahmen vermindern Ihr Risiko: · wenn Sie mindestens fünf Jahre mit der Pille verhütet haben · wenn Sie ein Kind geboren haben · wenn Ihre Eileiter unterbunden wurden · wenn Ihre Eierstöcke bereits entfernt wurden _____ Muss es da nicht heißen: Geschlechtshormone statt Geschlechtsorgane.
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