Mythos Nummer 2: Der PAP-Test entlarvt auch den Eierstockkrebs

in Naturmedizin aktuell zum Thema Eierstöcke
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Der sogenannte PAP-Test nimmt Zellen von einer völlig andere Stelle - dem Gebärmuttermund und -hals (Cervix) - unter die Lupe. Hier gibt das Verfahren relativ sichere Hinweise auf Zellveränderungen. Für die Eierstöcke gibt es keinen derartigen Test.


Um herauszufinden, ob Ihre Symptome auf einen Tumor in den Eierstöcken zurückzuführen ist, muss der Arzt Ihre Eierstöcke untersuchen. Das wird er zunächst mit einer Tastuntersuchung machen. Daran werden sich im Verdachtsfall ein vaginaler Ultraschall sowie eine Blutuntersuchung anschließen. Im Blut wird nach einem Eiweiß (CA 125) gefahndet, das häufig bei Frauen mit Eierstockkrebs gefunden wird. Allerdings können auch andere gynäkologische Leiden wie eine Endometriose beziehungsweise schon die normale Menstruation diese Werte ansteigen lassen - so dass dies auch kein zuverlässiger Hinweis auf einen Eierstocktumor ist. Beim Ultraschall werden auch harmlose Zellansammlungen wie Zysten gefunden, die dann behandelt werden, obwohl dies gar nicht nötig wäre.

Erfahrene „Ultraschaller" können mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit anhand des Ultraschallbildes sagen, ob eine Zyste gut- oder bösartig ist. Deswegen ist es wichtig, dass Ihr Arzt genügend Ultraschallerfahrung hat, um den Befund wirklich beurteilen zu können. Wenn Sie sich nicht sicher sind,  sollten Sie ruhig einen zweiten Arzt konsultieren, der  auf Ultraschall spezialisiert ist. Im Falle einer unsicheren Diagnose können Sie sich damit unter Umständen eine Bauchspiegelung ersparen. Diese Diagnosemethode ist immerhin ein operativer Eingriff mit speziellen Risiken.

 

 


von
Sylvia Schneider

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