Muss es unbedingt eine Pulsuhr sein?
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 14. November 2011, 16:00 Uhr
GNL5356
Vielleicht ist es Ihnen auch schon einmal aufgefallen: Viele Freizeitsportler, aber auch ambitionierte Hobbyläufer und -walker nutzen Pulsuhren beim Training. Aber müssen diese High-Tech-Geräte am Handgelenk wirklich sein? Gibt es nicht auch andere Methoden, den Puls zu ermitteln?
Sie können sich nach Formeln richten, bei der bekanntesten wird von 220 das Lebensalter abgezogen. Von diesem Ergebnis nehmen Sie 70 Prozent und erhalten dann den Wert, den Ihr Puls nicht überschreiten sollte. Leider treffen solche Formeln nur auf 50 Prozent der Menschen zu. Gehören Sie zu der anderen Hälfte, sind Sie entweder zu schnell oder zu langsam unterwegs.
Bekannt ist auch der Satz „Laufen ohne schnaufen". Gemeint ist, dass Sie mit dem richtigen Tempo trainieren, wenn Sie sich beim Laufen noch unterhalten können. Leider aber ist Ihnen das auch noch bis zu 15 Minuten bei zu schnellem Tempo möglich - also auch eher eine ungeeignete Methode.
Ob Sie aber nun wirklich eine Pulsuhr brauchen, müssen Sie selbst entscheiden. Sportmediziner haben die Erfahrung gemacht, dass der durchschnittliche Freizeitläufer eher selten zu schnell unterwegs ist. Aber sobald Menschen ein Trainingsziel verfolgen, steigern sie automatisch, meist unbewusst, ihr Tempo. Egal ob sie abnehmen wollen oder für einen Stadtlauf trainieren - viele von ihnen sind zu schnell unterwegs. In so einem Fall sollten Sie sich für eine Pulsuhr entscheiden - damit Sie Ihr Trainingsziel wirklich erreichen.