Muskelkrämpfe: Nicht immer durch Magnesiummangel verursacht
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Magnesium
vom 11. Dezember 2008, 16:00 Uhr
GNL5223
Liebe Leserin, lieber Leser,
bei Muskelkrämpfen wird schnell auf einen Magnesiummangel geschlossen. Was aber, wenn Magnesium nicht hilft und es - vor allem bei Bewegung - doch zu Krämpfen kommt? Das möchte meine Leserin Lisa R. wissen.
Wenn Sie gerade beim Sport unter Muskelkrämpfen leiden, muss nicht unbedingt ein Magnesiummangel dahinter stecken. Es kann sich auch um einen zu geringen Blutspiegel von Kalium, Kalzium oder, was meist der Fall ist, Natrium handeln. Sie sollten diese Werte bei Ihrem Arzt untersuchen lassen.
Solch ein Mangel kann schnell beim Sport durch das Schwitzen auftreten, daher sollten Sie darauf achten, dass Sie Mineralwasser bevorzugen, das diese Vitalstoffe enthält.
Wenn es in Ruhephasen zu den Krämpfen kommt oder diese gegen Ende ihrer Sporteinheit auftreten, können sie auch durch eine übersäuerte Muskulatur verursacht sein. Dann ist der Grund wahrscheinlich in einer zu intensiven Bewegung zu suchen, Ihrem Körper fehlt dann die Möglichkeit zur Regeneration. Sie sollten die Pausen zwischen Ihren Trainingseinheiten vergrößern.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner