Muskelkater: In der Ruhe liegt die Kraft
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Muskelkater
vom 1. April 2010, 05:00 Uhr
GNL5356
Wenn Sie ein Muskelkater plagt, haben Sie zuviel des Guten getan. Er kann zwar höllisch weh schmerzen, ist aber nicht gefährlich. Meist zieht man sich beim Sport einen Muskelkater zu. Aber auch ungewohnte Belastungen wie Gartenarbeit oder anstrengende Hausarbeit, bei der Sie viel tragen oder heben, kann zu einer Überlastung der Muskeln führen. Sie verursacht winzige Risse in den Muskelfasern durch die Gewebeflüssigkeit eindringt und die Fasern anschwellen lässt. Den dabei entstehenden Dehnungsschmerz bezeichnen wir als Muskelkater.
Jetzt dürfen Sie den Muskel nicht noch weiter belasten. Wohl dosierte körperliche Aktivitäten - wie leichte Gymnastik, lockeres Joggen, Spazierengehen oder Schwimmen - tun Ihren geschundenen Muskeln jedoch wohl. Heftige und ruckartige Bewegungen wie bei Tennis oder Krafttraining sollten Sie auf jeden Fall vermeiden. Sanfte Bewegung hingegen ist gut für die Muskulatur. Auch alles, was deren Durchblutung fördert, beschleunigt den Heilungsprozess. Dazu zählen warme Bäder mit Kräuterzusatz, Saunagänge, heiß-kalte Wechselduschen und durchblutungsfördernde Salben.
Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Muskelkater durch unerwünschte Stoffwechselprodukte wie Milchsäure hervorgerufen wird. Tatsächlich wird Milchsäure bei körperlicher Belastung in großen Mengen gebildet. Doch die Schmerzen werden durch die feinen Risse in den Muskelfasern ausgelöst. Der Muskelkater tritt meist am Tag nach der ungewohnten Anstrengung auf und kann bis zu einer Woche dauern.
Betroffen sind vor allem Untrainierte und diejenigen, die lange keinen Sport getrieben haben. Doch selbst Leistungssportler kann es treffen, wenn sie eine ungewohnte Bewegung machen oder eine neue Übung trainieren. „Wenn‘s beim Sport nicht weh tut, dann bringt er auch nichts!" - Diese Aussage gehört ebenso in die Mottenkiste wie die Empfehlung am nächsten Tag das gleiche Pensum zu wiederholen. In der Ruhe liegt in diesem Fall die Kraft.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Dieter Moesgaard Leth (01.04. 2010 13:11 Uhr):
ich habe mal gelesen, man solle nach einer außergewöhnlichen kraftanstrengung, z.B. ungewohntes wandern oder übermäßiges laufen, direkt nach dem beenden einen weinbrandt trinken oder während der wanderung schokolade oder rosinen zu sich nehmen. die begründung in dem artikel war: muskelkater entsteht, weil die muskeln unterversorgt sind. weinbrandt würde schnell vom körper in traubenzucker umgewandelt und den muskeln zugeführt. somit kann man einen muskelkater vorbeugen. ich praktiziere diese methode seit vielen jahren und kenne von daher keinen muskelkater mehr. mit sportlichen grüßen. dieter
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