Musik verhindert Vereinsamung
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 17. Mai 2011, 16:00 Uhr
GNL5356
Die Liebe zur Musik ist den meisten Menschen angeboren. Schon kleine Kinder wiegen sich - häufig erstaunlich richtig - im Takt und „hauen" gern auf Klaviertasten und Blechtrommel herum. Aber nicht jedes Kind lernt dann auch tatsächlich, ein Instrument zu spielen. Und auch wenn der Wunsch noch im Erwachsenenalter besteht, musikalisch aktiv zu werden, nur die wenigsten Menschen verwirklichen ihn.
Dabei kann Musik so viel geben. Sie können sich damit ausdrücken, können Trauer oder Sorgen wegmusizieren, nicht zuletzt auch andere Menschen kennen lernen. Und: Sie schützt Sie vor dem Vereinsamen.
Das haben amerikanische Forscher in einer kleinen Studie an knapp 20 Musikern und 20 Nicht-Musikern herausgefunden. Die Studienteilnehmer wurden mit 45 und 65 Jahren untersucht - Hörvermögen und Gedächtnis wurden getestet.
Es zeigte sich, dass die Menschen, die aktives Musizieren zum Hobby hatten, nicht nur eine bessere Gehirnleistung aufwiesen. Sie waren auch in der Lage, Gesprächen, die in lauter Umgebung stattfanden, besser zu folgen.
Das Nachlassen dieser Fähigkeit ist ein großes Problem älterer Menschen. Es sollte nicht unterschätzt werden, kann es doch zu Einsamkeit und daraus resultierend zu Trauer und Depressionen führen.