Mundtrockenheit sollten Sie nicht als nebensächlich abtun
Dr. Dietmar Kowertz in Verbraucherschutz Vertraulich zum Thema Mundtrockenheit
vom 28. Oktober 2010, 10:00 Uhr
GNL5356
Denn ein zu geringer Speichelfluss hat gravierende Folgen: Ihre Nahrung wird beim Kauen nicht mehr genügend eingespeichelt, die Vorverdauung ist reduziert, das Schlucken erschwert, die Zahngesundheit leidet. Nicht zuletzt schmeckt Ihnen das Essen nicht mehr so gut.
Mundtrockenheit ist häufig eine unerwünschte Nebenwirkung von Medikamenten, etwa solchen gegen Depressionen, Inkontinenz, Durchfall oder Bluthochdruck. Auch frei verkäufliche Wirkstoffe zählen zu den Verdächtigen. Aber auch Patienten, die eine Chemotherapie durchmachen oder an einer Nervenschädigung im Bereich des Kopfes oder Halses leiden, klagen oft über einen trockenen Mund.
So können Sie selbst Ihren Speichelfluss verbessern:
Trinken Sie regelmäßig (z.B. tagsüber zu jeder vollen Stunde) in kleinen Schlucken Wasser.
Lutschen Sie zuckerfreie Bonbons oder Kaugummi (Achtung: Zuviel davon kann Durchfall verursachen).
Benutzen Sie eine fluoridhaltige Zahnpasta, um Ihre Zähne zu schützen.
Atmen Sie durch die Nase, Mundatmung trocknet zusätzlich Ihre Mundschleimhäute aus.