MS: Mal ruhige Phasen, mal Krankheitsschübe
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 28. Mai 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
Typischerweise tritt die Multiple Sklerose in Schüben auf. Das heißt, dass bereits zurückgegangene Symptome plötzlich wieder auftreten, sich rapide verschlechtern oder neue hinzukommen. Zu Beginn der MS bilden sich die Symptome nach einem Schub meist vollständig oder bis auf leichte Beeinträchtigungen wieder zurück. Bei einem Teil der Betroffenen geht die Erkrankung in eine chronisch fortschreitende Form über. Bedauerlicherweise führt dies zu einer Zunahme der Behinderung.
Gegen die Sypmtome während der Schübe helfen neuartige Arzneien etwa zur Behandlung von Blasenstörungen oder Muskelzittern. Außer der medikamentösen Therapie, einem Bewegungstraining und Entspannungsmethoden wie Yoga, autogenem Training, Tai Chi oder Unterwassertherapie ist vor allem eine Ernährungsumstellung von großer Bedeutung. Dabei sind die mit der Nahrung aufgenommenen Fette ins Blickfeld geraten.
Drei Fettsäuren spielen im Körper eine Schlüsselrolle: Linolsäure, Linolensäure und Arachidonsäure. Was die Arachidonsäure im Fall von Multipler Sklerose so interessant macht: Sie ist eine Vorstufe von Entzündungsbotenstoffen (Prostaglandine und Leukotriene). Je mehr Arachidonsäure sich im Körper befindet, desto schlimmer entwickelt sich eine Entzündung. Weniger Arachidonsäure beeinflusst den Entzündungsprozess positiv. Es wird angenommen, dass eine Verringerung der Arachidonsäure in der Nahrung bei Multipler Sklerose (MS) ebenfalls ein Fortschritt bei der Bekämpfung der entzündlichen Erscheinungen sein könnte. Die Arachidonsäure befindet sich in tierischen Lebensmitteln.