Moutainbiking: Nicht ohne Ihren Helm
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 09.10.2007 05:00 Uhr
GNL5356
Wenn ich auf Wandertouren – etwa in den Vogesen, dem Pfälzer Wald oder den ligurischen Höhenwanderwegen - bin, wundere ich mich nicht selten über die Mountainbiker. Sie brausen oft in einem Höllentempo bergab über Stock und Stein, leichtsinnig und verwegen, nicht selten ohne Fahrradhelm. Es sind zumeist ungeübte Hobbysportler, die sich da gewissermaßen um Kopf und Kragen radeln. Das coole Image dieser Trendsportart täuscht eindeutig über die Gefahren hinweg. Moutainbiking ist eine der riskantesten Sportarten überhaupt. Und leider betreffen die möglichen Verletzungen meist den Kopf.
Amerikanische Forscher ermittelten, dass es pro 1.000 Fahrradstunden bei Männern zu 7 Unfällen kommt, bei Frauen gar zu 12. Nur jeder Zehnte hat noch nie Verletzungen davon getragen. Die Übrigen haben im Durchschnitt 2,3 Unfälle. 15 % der Wochenend-Radler erleiden Kopfverletzungen wie Gehirnerschütterungen oder Schädel-Hirn-Verletzungen. Wettkampfsportler brechen sich dagegen eher Schultergelenke, Schlüsselbeine oder Arme.
Erschütternd: Etwa knapp die Hälfte der Moutainbiker fährt ohne Helm. Deshalb meine dringende Bitte an Sie: Helm auf zur Fahrrad-Fahrt und nicht so rasen, schon gar nicht bergab auf unübersichtlichen Strecken.