Mohnkuchen und seine Folgen bei einer Polizeikontrolle ...
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 27.12.2005 16:00 Uhr
GNL5356
Kekse und Kuchen gibt es gerade in der Weihnachtszeit, aber auch zwischen den Tagen sehr häufig. Beides gehört einfach dazu. Aber wussten Sie, dass schon ein Stück Mohnkuchen unangenehme Folgen nach sich ziehen kann?
Speisemohn, wie er zum Beispiel für den klassischen Mohnkuchen verwendet wird, enthält geringe Spuren von Opiaten. Ein Gramm Speisemohn enthält eine Menge von 2 bis 251 Mikrogramm Morphium. Das haben Forscher der Universität Hamburg jetzt nachgewiesen.
Diese Menge ist sehr gering, sie entspricht gerade einem Millionstel Gramm. Das ist weder schädlich, noch werden Sie davon überhaupt etwas spüren. Aber die Menge reicht auch aus, um ihre Spuren in Blut und Urin zu hinterlassen. Diese können bei Verkehrskontrollen entdeckt werden und kann Sie durchaus erst einmal in die unangenehme Situation bringen, dass man Sie für jemanden hält, der Rauschgift konsumiert.
Da solche Verkehrskontrollen, bei denen die Polizei auf Drogenkonsum kontrolliert, immer öfter vorkommen, rate ich Ihnen, möglichst auf den Verzehr von Mohnkuchen zu verzichten, wenn Sie anschließend noch Auto fahren. So vermeiden Sie ärgerliche Diskussionen und lästige Beweisführung, dass es sich nur um Kuchen gehandelt hat.