Möglicher Zusammenhang zwischen Vitamin D und Arterienerkrankungen
unseren Experten des Mayo Clinic Gesundeits-Brief in Täglich Gesund zum Thema Vitamin D
vom 13. Oktober 2009, 16:00 Uhr
GNL5356
Der Körper benötigt Vitamin D, um Kalzium aufzunehmen, was für gesunde Knochen unerlässlich ist. Spielt Vitamin D jedoch auch eine Rolle, um die Arterien gesund zu erhalten? Eine vor kurzem durchgeführte Studie kommt zu diesem Ergebnis.
Die im Juni 2008 unter dem Namen Arterioclerosis, Thrombosis and Vascular Biology (auf deutsch: Arteriosklerose, Thombose und Gefäßkunde) veröffentlichte Studie sieht einen Zusammenhang zwischen dem Vitamin D-Spiegel und der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit PAVK). Diese Krankheit tritt auf, wenn die Blutzufuhr der Beine oder Arme aufgrund von Fettablagerungen (Plaque) beeinträchtigt wird und hierdurch eine Verengung und Verhärtung der Arterien Arteriosklerose) erfolgt. In einer von der US-Regierung durchgeführten Gesundheitsumfrage zwischen 2001 und 2004 wurde bei 4.839 Teilnehmern der Vitamin D-Wert im Blut ermittelt und deren Beine hinsichtlich der arteriellen Verschlusskrankheit untersucht.
Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Studienteilnehmer mit geringen Vitamin D-Werten eher eine Arterienkrankheit aufweisen als Menschen mit einem hohen Wert an Vitamin D. Jedoch warnen die Wissenschaftler davor, Vitamin D-Präparate vorschnell zur Vorbeugung gegen die periphere arterielle Verschlusskrankheit einzusetzen. So sind auch die Ärzte der Mayo Clinic der Meinung, dass mehr Forschung nötig ist, bevor Vitamin D zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Betracht gezogen werden kann. Gegenwärtig liegt die empfohlene Tagesdosis an Vitamin D für Erwachsene ab 51 Jahren bei 400 bis 600 Einheiten.
Strittig ist jedoch, ob die Dosis nicht höher sein sollte. Viele Wissenschaftler empfehlen Menschen, die anfällig für Vitamin D-Mangel sind, eine tägliche Zufuhr von 800 bis 1.000 Einheiten.