Modehormon Melatonin: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 30. März 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
Über Sinn und Unsinn der Einnahme von künstlichem Melatonin wird heftig gestritten. Wissenschaftlich nachgewiesen wurde, dass Melatonin - von außen zugeführt - das Einschlafen erleichtert, die Schlafdauer verlängert, die Schlaftiefe zunehmen lässt und dazu führt, dass der Schlaf insgesamt als besser empfunden wird. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schlafmitteln wird der Traumschlaf nicht beeinträchtigt und keine Abhängigkeit hervorgerufen. Doch die Frage, ob und wann die Gabe eines Melatonin-Präparates befürwortet werden kann, ist noch nicht abschließend beantwortet. Außerdem sind die Nebenwirkungen noh nicht hinreichend untersucht.
In Deutschland erübrigt sich diese Frage zudem, denn Melatonin ist hierzulande als Medikament nicht zugelassen. Es besteht nicht einmal eine so genannte Verkehrsfähigkeit. Bislang hat keine Pharmafirma eine Zulassung beantragt. Die Arznei ist vor allem wegen ihres Risikopotentials umstritten. Die Einnahme von Melatonin kann zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Albträumen führen. Negative Effekte in der Schwangerschaft und auf die Fruchtbarkeit werden ebenfalls vermutet. Die Auswirkungen bei Langzeiteinnahme sind noch völlig unbekannt.
Morgen berichte ich Ihnen mehr über dieses Wunderhormon aus Ihren natürlichen Quellen.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Fritz Ulrich Hein (30.03. 2011 09:53 Uhr):
Es gibt keine Nebenwirkungen! Bei keinem Medikament! Je stärker ein Medikament, je mehr Wirkungen auf Leber, Niere oder Magen-Darm-Trakt. Zu unterscheiden ist immer zwischen positiven und negativen Wirkungen. Also heilenden und gleichzeitig schädigenden Wirkungen.
Antworten - Kommentar von Maxi Maus (30.03. 2011 12:37 Uhr):
Es heißt immer noch Alptraum! Mit hartem P! Kommt vom Alp, der auf die Brust drückt.
Antworten- Antwort von Strecker (16.02. 2012 11:50 Uhr):
Maxi Maus, Ihr Kommentar ist falsch. Beide Schreibweisen sind möglich. "Alb" : mythisches Wesen zwischen Menschen, Göttern und Zwergen...
- Antwort von Strecker (16.02. 2012 11:50 Uhr):
- Kommentar von Heidi Bettels (30.03. 2011 12:45 Uhr):
Sehr geehrte Frau Schneider, Melatonin ist inzwischen in der BRD zugelassen unter dem Namen Circadin ;-für Leute über 55. MfG Heidi Bettels
Antworten - Kommentar von Erich Gerlacher (30.03. 2011 17:25 Uhr):
Seit meinem 1.Herzinfarkt (1987) brauche ich Schlaftabletten. Es kam so weit, daß ich bis 3 Uhr nachts wach blieb. Vor ca. 5 Jahren hörte ich von Melatonin. Ich erhielt es auf Umwege und nehme es vor jedem Schafen gehen ein. Innerhalb 5 Minuten bin ich in einem guten Schlaf bis morgens 7 Uhr. Laut Unterlagen bestehen keine Nebenwirkungen. Ich stimme dem zu und bin froh nachts endlich ein- und durchschlafen zu können.
Antworten - Kommentar von Bernd Michael (30.03. 2011 19:28 Uhr):
Hallo Frau Schneider, vorab: Ich, - 57 Jahre, nehme seit Januar 2009 regelmäßig abends 3 mg synthetisches Melatonin. Die von Ihnen beschriebenen positiven Effekte kann ich voll bestätigen. Ihre Gegenargumente sind für mich jedoch Scheinargumente. Erstens gibt es in den USA auch Langzeitstudien, die bei sachgemäßer Anwendung und richtiger Dosierung kaum Nebenwirkungen zeigen. Ich selbst habe in den zwei Jahren noch keine Nebenwirkungen erlebt. Zweitens wird es in Deutschland nie eine Zulassung als Medikament geben, da Melatonin als natürliche Substanz nicht patentfähig ist und dadurch kein großes Geld verdient werden kann. Drittens ist es inzwischen nachgewiesen, dass gerade in zunehmendem Alter die Melatoninproduktion der Zirbeldrüse nachlässt. Das kann auch zu Schlafstörungen führen. Viertens werden in Deutschland jährlich Tonnen an Schlafmedikamenten verschrieben und verkauft, die zum Teil erhebliche Nebenwirkungen haben und abhängig machen. Melatonin wäre in den meisten Fällen die wesentlich bessere Alternative. Eine Frage abschließend: Warum gibt es bei solchen Naturstoffen kein staatlich finanziertes Zulassungsverfahren im Interesse der unzähligen Patienten? Bernd Michael
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