Mit Mind-Body-Medizin bieten Sie Stress-Krankheiten die Stirn
Sylvia Schneider in Täglich Gesund
vom 18. August 2010, 16:00 Uhr
GNL5356
Stressbelastungen, Ängste und Ärger wirken sich vor allem über das vegetative Nervensystem negativ auf Ihre Gesundheit aus. Wird dieses aktiviert, schüttet der Körper Stresshormone aus - u. a. Adrenalin, Noradrenalin und Kortisol. Diese steigern dann Puls, Atemfrequenz, Blutdruck und Blutzuckerspiegel.
Bei diesen Beschwerden hilft Ihnen die Mind-Body-Medicine:
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Herzrhythmusstörungen, koronare Herzkrankheit)
- entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
- Magenbeschwerden, Sodbrennen, Reizdarm
- chronische Kopf- und Rückenschmerzen
- Asthma
- Rheuma
- Hauterkrankungen (Neurodermitis, Schuppenflechte)
Welche dieser Störungen sich bei Ihnen unter Stress bemerkbar macht, hängt von Ihren individuellen körperlichen Schwächen ab. Jeder Mensch hat gewissermaßen eine Art „Sollbruchstelle". An diesem schwächsten Punkt im Organismus kommt es dann zu so genannten psychosomatischen Krankheiten (körperliche Leiden durch psychische Einflüsse).
Das Geheimnis: Die Kombination aus Entspannung, Psychologie und gesunder Ernährung
Um belastenden Situationen im Alltag besser begegnen zu können, haben Wissenschaftler der Harvard Medical School in Boston/USA bereits ab den 1970er Jahren die „Mind-Body-Medicine" (MBM) entwickelt. Mit Hilfe von positiven Gedanken (engl.: „mind") soll hierbei Ihr Körper (engl.: „body") gezielt gestärkt werden.
Diese Verfahren nutzt die Mind-Body-Medicine:
- Anti-Stress-Kurse
- Verhaltenstherapie
- Bewegungsübungen (u. a. Yoga, Qigong)
- Massagen
- Meditation, Entspannungsverfahren („Relaxation Response")
- Gruppengespräche
- spezielle Ernährungspläne und Kochkurse
- Pflanzenheilkunde
Ein ganz spezielles Element der MBM ist das „Relaxation-Response-Training" (engl.: relaxation = Entspannung; response = Ansprechen). Das Ziel ist, eine Körper-Entspannung ganz bewusst herbeizuführen. Die Wirksamkeit konnten die Forscher der Harvard-Universität im Jahr 2006 in einer kleineren Pilotstudie an 15 Patienten (Durchschnittsalter 71 Jahre) bestätigen. Nach fünf Behandlungswochen hatten Probanden mit einem täglichen Relaxation-Response-Training unter anderem deutlich weniger Angstzustände als 15 Kontrollpersonen, die diese Entspannungsübung nicht durchführten.
Endlich ist die Methode auch in Deutschland angekommen
In Deutschland behandelt seit 2004 die Klinik für Innere Medizin der Universität Essen ihre Patienten (bisher über 10.000) nach den Richtlinien der Mind-Body-Medicine. Die Kosten für den stationären Aufenthalt werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen.
Im Jahr 2007 wurde außerdem das „Institut für Mind-Body-Medizin" in Potsdam gegründet. Hier werden Gesundheitstage oder eine Einzelbetreuung als Selbstzahlerleistung angeboten - zugeschnitten auf Ihre individuellen Bedürfnisse. Wollen auch Sie lernen, die Krankmacher Stress, Wut oder Trauer zu besiegen, sprechen Sie Ihren Arzt gezielt auf die „Mind-Body-Medicine" an.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Saldsieder Uwe (18.08. 2010 16:36 Uhr):
Tolle Sache, doch gibt es seit kurzer Zeit, bio-energetisch wirkende Kapseln,welche Streß jeglicher Art verhindern.Dies ohne irgend welche Nebenwirkungen.Curatio Lith einfach toll.Wirkt auch bei Tieren!
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