Mit imprägnierten T-Shirts gegen Zecken
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Zeckenbiss
vom 21. Februar 2012, 05:00 Uhr
GNL5356
Spezielle Kleidung soll künftig Outdoorsportler, Spaziergänger und diejenigen, die draußen arbeiten wie Landwirte vor den gefürchteten Zeckenbissen schützen. Der Wirkstoff, der bewirken kann, dass den Holzböcken die Lust aufs Beißen vergällt wird, heißt Permethrin. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie die Kleidung bereits mit Permethrin imprägniert kaufen oder ob Sie Ihre normale Kleidung selbst mit einem „Clothing Treatment Kit" imprägnieren.
Im Rahmen einer Studie unter der Leitung von Prof. Peter Mayser von der Klinik für Dermatologie und Andrologie der Universität Gießen hatten sich 15 Freiwillige von jeweils zehn der beißfreudigen Tierchen bekrabbeln lassen. Zweieinhalb Stunden durften sie sich austoben, dann wurde geprüft, wie viele der Zecken dem Studienteilnehmer noch anhafteten. Egal ob die Kleidung bereits imprägniert oder erst im Nachhinein bearbeitet worden war: Diejenigen, die Permethrin imprägnierte Kleidung trugen, erlitten 3-mal weniger Zeckenbisse als Studienteilnehmer ohne vorbereitete Kleidung. Wer zusätzlich noch mit Permethrin versorgte Socken und Schuhe trug, konnte sich über eine 73 Prozent niedrigere Bissrate freuen. Viele Zecken waren zudem schon abgestorben. Nur 23 Prozent überlebten die Chemikalie. Diese ist nach Aussagen von Prof. Mayser sehr fest an die Kleidung gebunden, sodass sie kaum durch die Haut in den Körper gelangen kann. Er findet die Imprägnierung deshalb vor allem in Hochrisikogebieten für sehr empfehlenswert.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Bolinger (21.02. 2012 08:47 Uhr):
die Idee an sich ist gut - wie sieht es denn mit der Hautverträglichkeit aus? Meines Wissens gibt es relativ viele Leute, die bei Hautkontakt mit Permethrin Hautrötungen, etc kriegen
Antworten - Kommentar von Brunner (21.02. 2012 09:09 Uhr):
Schon wieder Chemie! Will da wieder jemand ein Geschäft aufmachen und sich auf Kosten der Gesundheit der Menschheit eine goldene Nase verdienen? Bisher hat es bei mir und meiner Familie immer ausgereicht, den Körper am Abend gründlich nach Zecken abzusuchen. Langsam sollten wir davon wegkommen, alles mit der chemischen Keule zu bekämpfen.
Antworten - Kommentar von Müller Helmut (21.02. 2012 14:56 Uhr):
War Zecken Geschädigter. Fragen? Hat Permethrin Nebenwirkunken? Wo erhält man das Mittel? Wie geht man damit um?
Antworten - Kommentar von H von Schaewen (22.02. 2012 00:06 Uhr):
nur zwei Fragen: ist die Wirkung auch nach der Wäsche noch vorhanden?Gibt es Permethrin als Imprägnierspray zu kaufen, wenn ja, unter welchem Namen?
Antworten - Kommentar von Eva Scholl (26.02. 2012 11:53 Uhr):
Danke an das Forum und an Professor Mayser für diese höchst wichtige Information. T-Shirt ist eine interessante Ergänzung, wenngleich eher gegen Stechmücken, da Zecken von unten hoch klettern. Gezielt nachhaltig behandelt, bin ich beim Zeckensammeln (>4000 Zecken) praktisch ungestochen geblieben. Zwei Ergänzungen: auf weißem Grund sind die 23%, die trotzdem loslaufen, wenigstens sichtbar. Inzwischen gibt es auch Hosen, bei denen der Zeckenschutz gleich bei der Herstellung der Faser chemisch verankert wird. Diese Hose ist weiß und selbst nach 50-100 Waschgängen wirksam.
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