Mit Hörgeräten gehen Ihre Ohren wieder auf Empfang
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 2. Februar 2012, 06:00 Uhr
GNL5356
Die Abhilfe erster Wahl besteht im Tragen eines Hörgerätes. Diese wurden in den vergangenen Jahren stetig verbessert und haben nichts mehr mit den kreischenden und knisternden Geräten früherer Generationen gemein. Das modernste Gerät wird tief im Gehörgang („Lyric" vom Schweizer Hersteller Phonak) platziert. Dort verbleibt es für vier Monate ohne jegliche Wartung und egal, welcher Tätigkeit Sie gerade nachgehen. Betrieben wird das nur 16 Millimeter kleine Mini-Gerät, das für leichte und mittlere Schwerhörigkeit gedacht ist, von einer Batterie. Probleme kann es Schwerhörigen mit einer starken Ohrschmalzbildung bereiten. Beim Schwimmen muss ein Nässeschutz vor das Hörgerät gesetzt werden. Was von den Schwerhörigen am meisten geschätzt wird: Das Hörgerät bleibt unsichtbar und das nervende Rückkopplungspfeifen konnte ausgeschaltet werden.
Das Gerät wird als Abonnement mit Laufzeiten von zwei bis drei Jahren angeboten. Pro Ohr und Monat kostet es stolze 150 Euro, die nicht von den Krankenkassen getragen werden. Das ist verglichen mit den herkömmlichen Geräten relativ teuer. Eine High-End-Hörsystem-Lösung mit zwei Hörgeräten, Fernbedienung und Bluetooth kostet etwa 6.500 Euro. Aber auch hier zahlen die gesetzlichen Krankenkassen nur rund 800 Euro dazu. Und: Diese Version bleibt für Außenstehende sichtbar.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Bernd Terlau (02.02. 2012 06:26 Uhr):
Hallo Frau Schneider, ich trage selbst seit ein paar Jahren Hörgeräte beidseitig und kann nur empfehlen, sich mit den Untersuchungsergebnissen des HNO-Arztes einen guten Hörakustiker zu suchen. Man sollte sich einen solchen suchen, der nicht nur verkaufen will, sondern in erster Linie berät und die Möglichkeit des Austestens verschiedener Hörgeräte einräumt. Ich brauchte 4 Monate, bis ich meine Hörgeräte gefunden hatte und habe in dieser Zeit etwa 6 verschiedene Modelle ausprobiert - die Preisliste rauf und runter. Ich trage sie hinter dem Ohr und verwende beim Sport, bei dem ich sehr schnell ins schwitzen komme, entsprechende Silikonüberzüge (kosten nicht viel). Die Krankenkasse hat bei der Zuzahlung ihre Leistung davon abhängig gemacht, ob ich noch berufstätig bin (was ich zu diesem Zeitpunkt war) oder schon Rentner. Lächerlich und diskriminierend, aber nun mal die Realität. Mein Hörgeräte kosteten etwa 6500,00€. Der Kassenanteil betrug insgesamt etwa 1500,00€. So viel mal in der Kurzfassung zum Thema Hörgeräte. Ich bin froh, daß ich sie habe, so kann ich wieder Kinderlachen hören, Musik hören und auch die eine oder andere Frauenstimme genießen.... :-) - fast wie eine akustische Wiedergeburt. Ich habe nicht gewußt, daß ich fast schlagartig 45% eingebüßt hatte.... Mit freundlichen Grüßen Bernd Terlau
Antworten - Kommentar von W D Ruprecht (02.02. 2012 10:46 Uhr):
Hallo Frau Schneider, ich kann diesen Artikel nur begrüßen. Wobei sie leider außer acht lassen, daß es mittlerweile auch Hörgeräte für außen in Miniaturformat gibt. Ich selbst bin vor fast genau einem Jahr von meiner Frau zum Akustikermeister geschleppt worden weil wir uns fast nur noch brüllend verständigen konnten. Ich habe für beide Ohren Hörgeräte für außen in Miniaturformat. Man sieht sie nicht und man fühlt sie nicht . Diese werden mittels EDV eingestellt und alle halbe Jahre kontrolliert. Ich möchte sie eigentlich nicht mehr missen.
Antworten - Kommentar von Johanna Jäger (02.02. 2012 10:56 Uhr):
Die Infos zu den Hörgeräten, die Sie hier geben, bekomme ich überall. Interessant wäre es mal zu hören, was Hörgeräte leisten können, die zuzahlungsfrei sind, z.B. "Kind im Ohr". Die Fernsehwerbung verspricht, dass man damit gut hören kann. Wo informiere ich mich, ob das stimmt.
Antworten- Antwort von Bernd Terlau (02.02. 2012 19:25 Uhr):
Hallo Frau Jäger, ich habe mich zunächst bei meinem HNO-Arzt schlau gemacht und dann im Internet und bei verschiedenen Hörgeräteakustikern. Aber die beste Empfehlung erhielt ich von meinem HNO-Arzt. Gruß Bernd Terlau
- Antwort von Bernd Terlau (02.02. 2012 19:25 Uhr):
- Kommentar von Theresa (02.02. 2012 12:24 Uhr):
ich hatte mich zu einer Studie für Lyric bereit erklärt. Ergebnis:mein Gehörgung war zu klein (ich habe eine normale Konfektionsgröße 40). Gruß Theresa
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