Mit Hausmitteln gegen Magen-Darm-Grippe
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 15.03.2005 16:00 Uhr
GNL5223
Liebe Leserin, lieber Leser,
nach diversen kleinen Erkältungen hat es mich nun doch noch richtig erwischt. Zwar keine "klassische" Grippe, dafür plage ich mich seit gestern mit Magen-Darm-Grippe herum. (Wenn Sie also morgen oder übermorgen keinen Newsletter von mir bekommen sollten, sehen Sie es mir bitte nach, dann liege ich nämlich völlig flach.) Aber diese "aktuelle" Gelegenheit möchte ich nutzen, um einmal Hausmittel aufzugreifen, die bei Magen-Darm-Grippe oder auch "nur" Durchfall helfen können.
Relativ alt, aber genau so umstritten ist die Methode, zu Salzstangen und Cola zu greifen. Ich habe mich schon einmal mit meinem Hausarzt darüber unterhalten – sein Fazit: "Wenn es hilft ..." Was wirklich hinter Salzstangen und Cola steckt, ist ganz einfach: Durch Durchfall wird der gesamte Mineral- und Flüssigkeitshaushalt des Körpers durcheinander gebracht. Es wäre nun sinnvoll, diesen wieder auszugleichen; geeignet sind dafür Getränke, die Zucker, Salz und Kalium enthalten. Dies trifft auf viele Mineralwässer zu. Davon sollten aber große Mengen getrunken werden – was Kinder meist in dieser Situation nicht schaffen. Cola und Salzstangen dagegen haben bei vielen Kindern den Reiz des "Seltenen" und daher erzielen Sie gerade bei Kindern große Erfolge, was das Essen und Trinken angeht, wenn Sie ihnen solche Getränke bzw. Snacks anbieten, die es sonst kaum gibt.
Ich kann mich auch erinnern, dass meine Mutter immer noch ein weiteres Hausmittel parat hatte: Sie holte eine Glasreibe heraus und rieb mir einen bis zwei Äpfel ohne Schale zu Mus. Das im Apfel enthaltene Pektin ist ein natürlicher Quellstoff, der auch bei Durchfall wirkt. Dünner schwarzer Tee hat ebenfalls eine leicht stopfende Wirkung.
Bei meiner letzten Magen-Darm-Grippe hat mir mein Arzt außerdem empfohlen, ich solle alles essen, was normalerweise ungesund sei und auf gesunde Kost verzichten. Also keinen Salat, kein Vollkornbrot, stattdessen weiches Weißbrot. Essen solle ich nur, wenn ich Hunger hätte. Zudem riet er mir, es mit Babykost zu versuchen, weil diese Gläschen sehr schonend seien und den Magen nicht zusätzlich belasten würden.
Im Moment habe ich noch so gar kein Bedürfnis, überhaupt etwas zu essen. Aber ich erinnere mich, dass ich beim letzten Mal mit diesen Tipps sehr gut gefahren bin und werde mich auch dieses Mal wieder daran halten, damit ich schnell wieder auf dem Damm bin ... schließlich ist ja kommende Woche Ostern und auf die leckeren Ostergerichte möchte ich nur ungern verzichten.
Gehört es bei Ihnen auch zur Tradition, Ostereier zu färben? Gerade für Kinder ist dies ja immer eine große Freude. Aber worauf sollten Sie beim Eierkauf achten? Was bedeutet der Stempel auf dem Ei? Und wie viele der hartgekochten Eier dürfen Sie an den Feiertagen essen? Auf diese Fragen gibt Ihnen meine Kollegin Sylvia Schneider, Chefredakteurin von "Gesund essen und genießen" heute Antworten.
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