Mit Efeuextrakt gegen Husten & Co.
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Efeu
vom 21. Januar 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
In der Therapie von entzündlichen Atemwegserkrankungen hat er sich schon seit langem bewährt: Der Extrakt aus der Arzneipflanze Hedera helix Linné wirkt schleimlösend, hustenreizlindernd und führt somit zu einer Erweiterung der Bronchien. Einer Bonner Forschergruppe gelang es 2003 den Wirkmechanismus zu entschlüsseln und das überlieferte Wissen zur Heilkraft dieser alten Kulturpflanze in intensiver Forschungsarbeit weiter zu entwickeln.
Entzündliche Infekte der Atemwege zählen zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt - gerade in dieser Jahreszeit. Erwachsene erwischt es im Durchschnitt zwei- bis dreimal im Jahr, Kinder sogar bis zu 12-mal. Meist sind Viren die Auslöser, weshalb die in diesen Fällen häufig verordneten Antibiotika nichts nutzen, da sie nur gegen Bakterien wirken. Normalerweise wimmelt unser Immunsystem die winzigen Eindringlinge schnell wieder ab. Zugluft, feuchte Kleidung oder kalte Füße erhöhen das Risiko einer Infektion. So haben Viren leichtes Spiel und können über die Atemwege bis zu den Bronchien vordringen. Neben einer Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis) oder der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) besteht die Gefahr einer akuten Bronchitis. Nachfolgende bakterielle Infektionen können das Entzündungsgeschehen komplizieren.
Husten gehört zu den natürlichen Abwehrreaktionen Ihres Körpers und schützt die Atemwege vor Eindringlingen, wie zum Beispiel krankmachenden Erregern, Staub und Fremdkörpern. Bei einer reinigenden Hustenattacke zieht sich das Zwerchfell zusammen und presst die Luft ruckartig aus den Atemwegen heraus. Sind die Atemwege entzündet, werden neben reichlich Schleim auch ganze Heerscharen von Viren und Bakterien aus dem Körper heraus in die Umgebung katapultiert und das mit Geschwindigkeiten von bis zu 800 Stundenkilometern. Zum Vergleich: Das ist ungefähr dreimal so schnell wie Michael Schuhmacher beim Formel-1-Rennen.