Mit diesen Übungen kommen Sie Ihren Bewegungsabläufen näher
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 24. Januar 2012, 05:00 Uhr
GNL5356
Mit den Feldenkrais-Übungen lassen Sie sich auf einen Lernprozess ein. Wichtig ist dabei, dass Sie ein erhöhtes Maß an Selbstbeobachtung entwickeln. Mit der Zeit werden Sie ein Gespür für Ihre persönlichen Bewegungsabläufe bekommen und können mit den Ihnen zur Verfügung stehenden Bewegungsmöglichkeiten spielerisch experimentieren. Vergessen Sie jeglichen Ehrgeiz und übertreiben Sie nichts. Machen Sie jede Übung nur so intensiv, wie es Ihnen angenehm ist. Sie sollen nicht gegen Widerstände oder Schmerzen üben. Haben Sie Schmerzen, brechen Sie die Bewegung ab und stellen Sie sie sich nur noch in Gedanken vor. Am Ende einer Übung sollen Sie sich frisch und entspannt fühlen.
Die folgenden Übungen können Ihnen einen ersten Einblick geben:
Faltübung
Um zu verstehen, was Feldenkrais meint, können Sie als allererstes eine ganz einfache Wahrnehmungsübung machen: Falten Sie wie zum Gebet Ihre Hände zusammen. Wenn Sie Rechtshänderin sind, liegt dabei der linke Daumen über dem rechten. Falten Sie nun die Hände einmal anders, dann liegt der rechte Daumen über dem linken. Versuchen Sie in sich hinein zu horchen, wie sich das für Sie anfühlt. Sehr wahrscheinlich werden Sie die zweite "Faltposition" als völlig unnormal empfinden. Das ist sie aber nicht, Sie sind es nur nicht anders gewöhnt.
Atemübung
- Legen Sie sich auf eine Matte oder eine Decke auf den Boden. Atmen Sie tief in den Bauch hinein und entspannen Sie sich.
- Nun beginnen Sie vom Kopf bis zu den Füßen, sich alle Ihre Körperteile einzeln vorzustellen und bewusst zu spüren. Gehen Sie dabei ganz langsam und konzentriert vor.
- Vielleicht stellen Sie nun fest, dass Sie manche Körperteile besser spüren und andere weniger. Versuchen Sie, alle Körperteile einmal anders wahrzunehmen.
Ganzkörperübung
- Sie liegen immer noch auf dem Boden. Spüren Sie, wo Ihr Körper Kontakt zum Boden hat? Wie liegen Sie auf dem Boden? Welche Ihrer Körperteile "hängen" in der Luft. Beginnen Sie am Kopf: Wie groß ist die Fläche, die Kontakt zum Boden hat? Wie fühlt sie sich an? Wie groß ist der Zwischenraum unter der Halswirbelsäule? Welche Wirbel berühren den Boden?
- Gehen Sie weiter zu den Schultern und Schulterblättern: Liegt die rechte Seite genauso auf wie die linke? Fühlt sie sich anders an? Wie spüren Sie die Unterschiede?
- Fahren Sie nun so bis zu den Füßen fort. Spüren Sie den Kontakt zum Boden. Nehmen Sie alles aufmerksam wahr, ohne Ihre Lage zu verändern.
- Dann rollen Sie sich nach links oder rechts und stehen langsam auf. Im Stehen versuchen Sie noch einmal, Ihre Körperteile einzeln wahrzunehmen.
- Gehen Sie nun langsam im Raum auf und ab und spüren Sie Ihren Körper in der Bewegung. Wie halten Sie den Kopf? Hängen die Schultern locker herab, oder sind sie hochgezogen? Wie halten Sie die Arme?
- Gehen Sie einige Schritte rückwärts. Wie fühlt sich diese ungewohnte Bewegung an?
- Bleiben Sie noch eine Weile stehen und achten Sie auf Ihrem Atem. Spüren Sie ihn auf seinem Weg durch Ihren Körper?
Mittellinieübung
- Stellen Sie sich locker hin, die Beine etwas auseinander. Versuchen Sie nun mit Ihren Händen die Mittellinie Ihres Körpers zu beschreiben. Orientieren Sie sich dabei an Nase, Bauchnabel und Brustbein. Die Hände sind gestreckt - eine nach oben, eine nach unten. Führen Sie die Hände nun versetzt nach oben und nach unten.
- Lassen Sie Ihre Augen mit den Händen wandern, heben Sie die Arme ganz hoch, ohne sich von Ihrer Mittellinie zu entfernen.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Humer Christa (24.01. 2012 10:49 Uhr):
Ich freue mich immer wieder wenn das Mail "Fit in 8 Minuten" kommt. Ich konnte mir schon wirklich gute Übungen und Tips herausnehmen. Bitte weiter so Danke
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