Mit diesen natürlichen Mittel überstehen Sie eine „Chemo“ besser

in Naturmedizin aktuell
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Die meisten Ärzte drängen auf den raschen Einsatz der Chemotherapie. Sie sollten sich jedoch in Ruhe informieren und entscheiden können. Meist ist eine derartige Hast nicht vonnöten. Die Entscheidung für oder gegen eine „Chemo" ist immer eine Gratwanderung. Oft werden die Krebskranken mit Statistiken und Wahrscheinlichkeitsrechnungen schier erschlagen, über die Nebenwirkungen schweigen sich die Behandler hingegen gern aus. Doch die sind ja bekanntermaßen gravierend. Da die Medikamente mit dem Blutkreislauf im ganzen Körper verteilt werden, „vergreifen" sie sich auch an gesunden Zellen und zerstören diese. Das gilt besonders für die empfindlichen Haarwurzel- oder Schleimhautzellen, die sich häufig teilen. Wenn diese sich rasch erneuernden Zellen gestört werden, kommt es zu den typischen Beschwerden der Chemotherapie: Übelkeit, Erbrechen, Entzündungen der Mundschleimhaut, Haarausfall, gestörte Blutbildung.


Haben Sie sich für eine systemische Chemotherapie entschieden, die den ganzen Körper überschwemmt, sollten Sie gleichzeitig Begleitmaßnahmen ergreifen, um den Nebenwirkungen entgegenzusteuern, damit die Therapie für Sie erträglicher wird.

 Zu den häufigsten Nebenwirkungen einer Chemotherapie zählen:

  • Übelkeit und Erbrechen: Zur Verhinderung von Übelkeit können weitere Medikamente eingesetzt werden. Aber auch alternative Heilmittel und eine Anpassung der Ernährung bieten sich an. Sie müssen einfach ausprobieren, was Ihnen bekommt und bei Ihnen wirkt. Hier bieten sich homöopathische Mittel an - etwaTabacum C30 oder Nux vomica C30 (mehrmals täglich drei bis vier Globuli). Nehmen Sie vor der Therapie nur eine leichte Mahlzeit zu sich, die Ihnen bekommt, verzichten Sie auf Süßigkeiten und natürlich auf Alkohol. Der Duft von Lavendel oder Anis kann ebenso befreiend wirken wie Entspannungsübungen.
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust: Einige Tage lang nach der Therapie leiden viele Krebskranke an mangelndem Appetit. Die Therapie kann zudem den Geschmackssinn verändern, sodass manche Nahrungsmittel einen unangenehmen Geschmack im Mund hinterlassen. Das kann im Zusammenspiel mit anderen Nebenwirkungen zu einem unerwünschten und ungünstigen Gewichtsverlust führen. Besonders während der Behandlungsphasen sollten Sie sich gut und ausreichend ernähren. Vor allem schmecken soll es Ihnen.
  • Haarausfall: Sehr häufig zieht die Chemotherapie Haarausfall am ganzen Körper nach sich, denn sie kann die empfindlichen Haarfollikel schnell beeinträchtigen. Es fallen auch Wimpern und Augenbrauen aus. Das ist zwar nicht bedrohlich, kann aber sehr belastend sein. Manche Kranke reagieren darauf mit einem Verlust ihres Selbstwertgefühls und mit Depressionen. Mit dem Ende der Therapie stellt sich der Haarwuchs wieder ein, oft auch üppiger als zuvor - wenngleich vielleicht in einer etwas anderen Farbe.
  • Müdigkeit: Jede Krebstherapie ist mit einer großen Erschöpfung verbunden. Sie können sich nur ein paar Tage müde fühlen, aber auch anhaltend. Manchmal hält dieser Zustand der Erschöpfung noch lange Zeit nach der Therapie an. Bei manchen Krebskranken treten auch Denk-, Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten auf. Dagegen helfen Lavendel- und Rosmarinbäder, Bewegung und Entspannung.
  • Blutarmut: Wenn die Zahl der roten Blutkörperchen zu stark absinkt, kann es zu einer Anämie kommen. Das ist erkennbar an Kurzatmigkeit, blasser Haut, hellem Zahnfleisch, erhöhter Herzfrequenz und niedrigem Blutdruck. Die durch die Chemotherapie verursachte Blutanämie geht in der Regel nach dem Ende der Therapie zurück. Bei einer schweren Anämie bekommen Sie Medikamente oder eine Bluttransfusion. Ihr behandelnder Arzt sollte Ihre Blutwerte regelmäßig kontrollieren. Ältere Menschen haben erfahrungsgemäß häufiger Probleme mit Blutarmut.
  • Schwächung des Immunsystem, Infektionen: Die Chemotherapie kann das Immunsystem schwächen. Eine Schädigung des Blutbildes bedeutet, dass die Zahl der weißen Blutkörperchen sinkt, das Immunsystem geschwächt wird, und es können sich Infektionen einstellen. Der Arzt kann Ihnen hier Medikamente verschreiben. Sie können es aber auch mit Ecchinacea oder Mistelextrakten und anderen natürlichen Immunstärkern probieren. Medikamente sollten Sie nicht auf eigene Faust einnehmen, auch nicht freiverkäufliche wie Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin®), Paracetamol oder Ibuprofen. Seien Sie während der Chemotherapie vorsichtig im Umgang mit anderen Menschen, insbesondere Kranken. Auch um Tiere, rohes oder ungenügend gegartes Fleisch beziehungsweise Meeresgetier einen Bogen machen, denn diese stellen Infektionsquellen dar.

Weitere Nebenwirkungen der Chemotherapie:

  • Blutungen: Eine weitere vorübergehende Begleiterscheinung der Chemotherapie ist, dass die Zahl der Thrombozyten sinkt, die bei der Blutgerinnung eine wichtige Rolle spielen. Das merken Sie daran, dass Sie leichter Blutergüsse bekommen, schneller und länger bluten, wenn Sie sich verletzen, häufiger an Nasen- oder Zahnfleischblutungen leiden, Blut im Stuhl oder im Urin feststellen. Gehen Sie sanft und vorsichtig mit sich um und vermeiden Sie alle Aktivitäten, bei denen Sie sich verletzten könnten.    
  • Verstopfung: Das ist keine häufige Nebenwirkung der Chemotherapie, jedoch eine anderer Medikamente, die in Zusammenhang mit der Chemotherapie eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise die Mittel gegen Übelkeit. Richten Sie sich mit Ihrer Ernährung darauf ein: Essen Sie ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Obst, Gemüse und Nüsse.Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit. In hartnäckigen Fällen führen Flohsamenschalen aus der Apotheke sanft ab. Auch Einläufe haben sich hier bewährt.
  • Durchfall: Viele Chemotherapeutika schädigen die Schleimhautzellen der Darmwände. Dadurch kann es zu Durchfall kommen. Begleitet wird er häufig von Blähungen und Krämpfen. Durchfall kann lebensgefährlich werden, wenn Sie entwässert sind oder einen Darminfekt haben. Informieren Sie deshalb bei Durchfall Ihren behandelnden Onkologen. Wahrscheinlich müssen Sie dann die „Chemo" abbrechen. Trinken Sie ausreichend und essen Sie viel Obst und Gemüse, um den Nährstoffverlust zu ersetzen.
  • Veränderungen der Mundschleimhaut: Oft kommt es unter der Chemotherapie zu wunden Stellen im Mund. Es empfiehlt sich, etwa zwei Wochen vor der „Chemo" noch eine professionelle Zahnreinigung machen zu lassen, damit von daher keine Probleme entstehen. Überprüfen Sie Ihren Mundraum und Ihre Zunge regelmäßig, sodass Sie sofort reagieren können, wenn Sie eine wunde Stelle entdecken. Tupfen Sie die Stellen mit Myrrhentinktur ein. Lutschen Sie während der „Chemo" ab und an an einem Eisstückchen, um Entzündungen zu verhindern oder wenn Sie bereits eine entzündete Stelle im Mund haben. Doch sprechen Sie dies vorher mit Ihrem Arzt ab, denn unter bestimmten Umständen - etwa wenn Sie bestimmte Medikamente einnehmen müssen - können sich die Probleme im Mund durch das Eisschlecken verschlimmern.
  • Veränderungen des Nervensystems: Auch auf die Nerven können sich die Zytostatika auswirken. Besonders betroffen sind die Nervenenden Ihrer Hände und Füße. Sie bemerken das als Kribbeln, Brennen, tauben Händen oder Füßen, einem Gefühl der Schwäche oder der Kälte, Schmerzen beim Gehen, wunde, schmerzende Muskeln, einem Gefühl von „Tappsigkeit", Ungeschicktheit beim Aufheben von Gegenständen und dem Anziehen von Kleidung, Schwindel, Verwirrtheit und Stimmungsverschlechterung. Seien Sie im Alltag besonders vorsichtig und passen Sie beim Gehen und Arbeiten gut auf sich auf. Überprüfen Sie Ihre Wohnung auf Stolperfallen und räumen sie diese aus dem Weg. Tragen Sie sicheres Schuhwerk. Sorgen Sie für Sicherheit im Bad. Die meisten dieser Beeinträchtigungen verschwinden nach der Chemotherapie wieder, leider richten sich manche jedoch auch als Dauergast ein.
  • Sexuelle Beeinträchtigungen: Während der Behandlung kann das sexuelle Empfinden beeinträchtigt sein. Normalerweise reguliert sich das nach der Behandlung jedoch wieder. Die Chemotherapie kann die empfindlichen Spermien und die weiblichen Eierstöcke vorrübergehend oder dauerhaft schädigen. Scheideninfektionen sind während der Chemotherapie keine Seltenheit. Vorbeugend helfen Vaginalzäpfchen mit Döderlein-Bakterien.

Und was noch ganz wichtig ist: Sie haben übrigens jederzeit das Recht, die Therapie abzubrechen, wenn Ihnen die Nebenwirkungen zu unerträglich werden.


von
Sylvia Schneider

Erfahren Sie hier mehr zu Sylvia Schneider - aus dem Redaktionsteam von FID Gesundheitswissen.

 
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Kommentar von Lumaßegger Josef

Als sehr gutes Mittel als Chemoersatz ist die von Rudolf Breuß beschriebene Gemüsesaftkur über 40 Tage, ohne Fruchtanteil und keine Obstsäfte, kein Alkohol, keine Süßstoffe. Alle Gemüsesorten eignen sich dafür. Garantiert keine Nebenwirkungen wie Haarausfall, Erbrechen, usw. Dafür Regenierierung des ganzen Körpers.

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Antwort von Eva:

Leider hat wissendchaftlich grsehen die Ernährung nur 3, 5 % ca Einfluss suf den Krebs. Wie wollen Sie ein derart starkes Krebsgeschwür u Metastasen mit Gemuesesaft beeinflussen? Gesund mag es ja sein, aber eine Chemotherapie kann das nicht ersetzen.gruss Eine Betroffene

Kommentar von Dieter

Liebe Sylvia Schneider, der Artikel über die Chemo ist sehr gut. Die geschilderten Zustände bei dieser Behandlung kann ich nur als mörderisch bezeichnen. Denn im Bekanntenkreis hat noch keiner eine solche Behandlung überlebt, das ist traurig aber wahr. Aber die, die eine solche Behandlung abgelehnt haben, leben noch, siehe Schauspieler in Hollywood..

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Antwort von Renate:

Ohne Chemotherapie - von der härtesten Sorte - wäre ich vor 20 Jahren gestorben. Und sehr viele Frauen aus meiner Bekanntschaft, die an Krebs erkrankt waren und eine Chemotherapie gemacht haben, leben heute sehr zufrieden. Es ist unverantwortlich, Gemüsesaft oder Ähnliches als Alternative für die schulmedizinische Behandlung anzubieten.