Mit der Giftspritze durch den Garten? Es geht auch anders.
Dr. Dietmar Kowertz in Verbraucherschutz Vertraulich
vom 29. März 2011, 10:00 Uhr
GNL5356
Kaum regt sich das erste Grün, sind auch die ungeliebten Mitbewohner des Gartens wieder da. Die Rede ist von Schädlingen und Unkräutern. Kein Problem: Ein Schuss Pyrethroid in die Spritze, mit Wasser verdünnen schon geht´s den Schädlingen an den Kragen. Schließlich ist Pyrethroid ja ein aus Chrysanthemen gewonnenes natürliches Gift. Doch Vorsicht. Es gibt kein „natürliches" Gift. Was dem Lebewesen Schädling schadet, schadet auch dem Lebewesen Mensch. Warum sich einem solchen Risiko aussetzen, wenn es auch anders geht - mit einer Brennnesselsud- oder Rapsöl-Dusche für befallene Pflanzen zum Beispiel oder mit Gelbtafeln. Weshalb mit einem Rundum-Biozid den Unkräutern zu Leibe rücken und damit eine Verunreinigung des Grundwassers riskieren, wenn es auch mit der Hacke oder einem Infrarot-Unkrautvernichter geht. Auch bei der ansonsten entspannenden Gartenarbeit kann Nachdenken nicht schaden.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Manfred Zinke (29.03. 2011 11:22 Uhr):
Pyrethrum ist ein aus der Chrysantheme gewonnenes Insektizid, das an der Luft sehr rasch seine Giftigkeit verliert. Auch im Körper wird es rasch abgebaut. Im Gegensatz dazu sind die Pyrethroide, - pyrethrumähnliche; chemisch dem Naturpyrethrum nachgebauten Gifte -zigfach stärker und sehr viel langlebiger. Deren Toxizität ist so groß, dass vor deren Gebrauch dringend abgeraten werden muss.
Antworten- Antwort von Erika Burghardt Lenoir (01.04. 2011 02:10 Uhr):
Könnte man evtl. dieses Insektizid Pyrethrum auch für die Stämme unserer 100-jährigen Kastanien benutzen, die stark mit der Miniermotte befallen sind? Oder hat noch irgend jemand einen besseren Rat? Meinen Dank aus Belgien im voraus. Erika B. *
- Antwort von Erika Burghardt Lenoir (01.04. 2011 02:10 Uhr):