Menopause ist auch für Ihre Blase ein neuer Lebensabschnitt
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Wechseljahre
vom 31. August 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
die Wechseljahre bringen für Frauen viele körperliche und seelische Veränderungen mit sich. NIcht alle von Ihnen sind positiv. Der Übergang in diese Lebensphase wird deshalb von vielen als belastend empfunden - besonders, wenn sich plötzlich auch noch eine Blasenschwäche bemerkbar macht. Zwei Drittel aller Frauen entwickelt in den Wechseljahren geringfügige Probleme mit dem Wasserhalten, ein Viertel aller Frauen leidet an einer schwachen Blase, berichtet das Infozentrum Inkontinenz.
Grund für die plötzliche Blasenschwäche ist der sinkende Östrogenspiegel und das Nachlassen des stützenden Bindegewebes. Der weibliche Körper bildet in den Wechseljahren immer weniger Östrogen, weil die Eierstöcke langsam ihre Arbeit einstellen. Das hat vielfältige Folgen: Der Körper reagiert stärker auf die reizenden Stoffe im Urin. Dadurch nimmt der Harndrang zu. Der pH-Wert in der Scheide steigt, und damit wird die natürliche Scheidenflora anfälliger für Krankheitserreger. Keime und Bakterien breiten sich außerdem leichter aus, weil die Schleimhäute durch den Hormonrückgang schlechter durchblutet werden. Bindegewebe und die Beckenbodenmuskulatur werden schwächer, der Schließmuskel wird geschwächt. Außerdem kann ein schwacher und untrainierter Beckenboden zu einer Senkung von Blase und Gebärmutter führen, was wiederum die Blasenschwäche begünstigt.
Betroffene Frauen müssen lernen, mit der neuen Situation umzugehen. Meistens helfen Beckenbodentraining oder eine lokale Therapie mit Hormonen oder hormonähnlichen Substanzen. Der Frauenarzt kann entsprechende Salben, Zäpfchen und Tabletten verordnen. Sie sorgen dafür, dass die Blase besser durchblutet wird. Außerdem halten sie das Gewebe elastisch und helfen, ein schützendes Scheidenmilieu aufzubauen. Bis sich die schwache Blase gebessert hat, können Frauen sich mit speziellen Einlagen behelfen. Sie sind heute so klein und diskret gestaltet, sie fallen selbst unter modischer Kleidung nicht auf.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Michaela Jonas (31.08. 2011 14:55 Uhr):
Vielen Dank für den aufklärenden Bericht. Das erleichtert um einiges zu verstehen,was im Körper einer Frau in den Wechseljahren vor sich geht. In diesem Kommentar hier möchte ich anregen, Hinweise aus der Naturheilkunde zu geben, wie Wechseljahre begleitet werden können, anstelle Hormonbehandlungen vom Frauenarzt. Vielen Dank M.A. Jonas
Antworten - Kommentar von Renate Loibl (31.08. 2011 22:14 Uhr):
Ist es Ihnen noch nicht bekannt, daß Hormongaben in den Wechseljahren sehr schädlich sind, wie überhaupt Hormongaben unterbleiben sollen da krebsfördernd!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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