Melatonin-Ausschüttung: Setzen Sie auf Tryptophan
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 1. April 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
- Mit einer ausgewogenen Ernährung, die reich an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen ist, unterstützen Sie die Zirbeldrüse und die Melatoninausschüttung. Nehmen Sie die letzte Mahlzeit am besten nicht später als 18 Uhr ein, denn zu späte und zu reichliche Mahlzeiten behindern die Bildung von Melatonin.
- Trinken Sie ab Mittags keinen Kaffee mehr.
- Ihre Ernährung sollte reich an Tryptophan sein. Das ist eine essentielle Aminosäure, aus der Ihr Organismus Serotonin herstellt, was wiederum die Vorstufe von Melatonin ist. Sie steckt vor allem in Nüssen, Thunfisch, Hühnerbrust, Rinderfilet, Haferflocken, Quark, Milch, Ananas, Bananen und Algen.
- Nehmen Sie auf keinen Fall Schlafmittel ein, denn diese können die Ausschüttung von Melatonin negativ beeinflussen.
- Bewegen Sie sich tagsüber ausreichend, damit Sie abends müde sind.
- Machen Sie die Nacht nicht zum Tage.
- Suchen Sie sich am besten eine Sportart, die Sie draußen ausüben können.
- Machen Sie keinen Sport direkt vor dem Schlafengehen, das kann Ihre Melatoninbildung während des Schlafes stören.
- Baden Sie abends warm, dann hat Ihr Körper es leichter, seine Körpertemperatur abzusenken.
- Stellen Sie - wenn möglich - Ihren Schreibtisch an ein Fenster, zumindest aber an einen hellen Platz. Vermeiden Sie es möglichst, bei Kunstlicht zu arbeiten.
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Annett Böttcher (03.04. 2011 20:50 Uhr):
Hallo, ich habe eine Frage stellvertretend für ein blindes, 5-jähriges Mädchen, das ich tagsüber betreue. Dieses Mädchen hat keinen geregelten Schlaf- Wachrhythmus. Schläft es in der Nacht relativ gut, dann schläft es am darauf folgenden Tag auch noch sehr viel. Schläft sie nicht oder nur wenig in der Nacht, dann ist sie am darauf folgenden Tag putzmunter. Wie kann dem Mädchen geholfen werden, einen geregelten Schlaf-Wachrhythmus zu erlangen. Hinzu kommt, dass sie sich nur sehr einseitig ernährt und nur sehr wenig, d.h. immer die gleiche Fertignahrung zu sich nimmt. Die Möglichkeit mit dem warmen Bad finde ich gut und erprobenswert! Vielen Dank ! MfG Annett Böttcher
Antworten