Meine Fußpflege-Tipps für den Winter
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 8. Dezember 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
viele Menschen klagen in den Wintermonaten über trockene, schmerzende Füße - oft gepaart mit übermäßiger und rissiger Hornhaut oder unangenehmem Juckreiz. Mit den folgenden Fußpflege-Tipps, für die Sie nur wenige Minuten am Tag brauchen, bekommen Sie typische, kältebedingte Fußprobleme in den Griff:
Auch Füße brauchen Luft zum Atmen: Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit verhindern dicke Strümpfe und Schuhe, dass Ihre Fußhaut genügend belüftet wird und führen so oft dazu, dass sie schneller austrocknet. Die Folgen sind nicht selten unangenehme Spannungsgefühle oder lästiger Juckreiz. Um den Wasserverlust zu kompensieren, bildet der Körper zudem oft übermäßig viel Hornhaut. Wenn diese sich an bestimmten Stellen zu schmerzenden Druckstellen formt, kann das Laufen schnell zur Qual werden. Atmungsaktive, bequeme Schuhe sowie Strümpfe aus Baumwolle sind deshalb die optimale Winter-Fußbekleidung für alle, die zu trockenen Füßen neigen. Genauso wichtig ist es allerdings, dass Sie Ihren Füßen regelmäßige Pausen von Schuhen und Strümpfen gönnen, damit sie zwischendurch auch mal richtig "durchatmen" können.
Hygiene ist das A und O: Tägliches Wechseln der Strümpfe und das regelmäßige Auslüften von Schuhen und Stiefeln sind eine Grundvoraussetzung für gesunde, geschmeidige Füße. Baumwollstrümpfe sollten im Winter am Besten bei 60°C gewaschen werden, da die Schweißproduktion in dicken Strümpfen und Schuhen deutlich erhöht ist und Bakterien sich so schneller vermehren können. Auch das tägliche Waschen der Füße sollte zum Programm gehören. Danach steht gründliches Abtrocknen auf dem Plan (besonders zwischen den Zehen!) und nicht vergessen: Bakterien fühlen sich besonders im warmen, feuchten Klima pudelwohl.
Cremen, cremen, cremen: Um die Fußhaut schön geschmeidig zu halten, sollten die Füße regelmäßig mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme oder einem Schaum mit Harnstoff (Urea) eingecremt werden. Dies sollte im Winter ebenfalls zu den täglichen Pflegeritualen gehören. Mein besonderer Tipp: Einfach morgens nach dem Duschen kurz einmassieren, Strümpfe drüber uns los!
Was Sie Ihren Füßen noch Gutes tun können
Um übermäßige Hornhaut sanft entfernen zu können, wird empfohlen einmal pro Woche ein lauwarmes Fußbad zu nehmen. Die Füße etwa 5 bis 10 Minuten darin zu baden. Das hilft, die Hornhaut aufzuweichen und führt der Haut zusätzlich Feuchtigkeit zu. Anschließend kann übermäßige Hornhaut mit einem Bimsstein oder einer feinen Hornhautfeile schonend entfernt werden. Wer es sich leisten kann, sollte auch regelmäßige Besuche bei der Fußpflegerin in Anspruch nehmen. Hier bekommen Sie neben professioneller Pflege und Beratung auch die Gelegenheit, nicht nur sich selbst, sondern vor allem Ihren Füßen eine Auszeit zu gönnen.
ähnliche Beiträge
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von argus (08.12. 2011 14:48 Uhr):
Ihre Fußpflege Tipps finde ich in Bezug auf Schuhwerk und Socken nicht in Ordnung. Gute Lederschuhe, die ausreichend weit und lang sind sowie ordentliche Wollsocken (gern Merino) mit minimaler Beimischung von Synthetikfasern (diese müssen nicht tägl. gewechselt werden) sind ein viel besserer Schutz für die Füße. Baumwolle wird Schweißnaß und dadurch kalt. Die modischen Synthetikschuhe oft auch noch zu klein/eng geben ihr Bestes damit man nasse kalte Füße hat. Man muss nicht jeden Tag die Füße und den Körper waschen (Schwerarbeiter ausgenommen) alle 2 Tage reicht völlig aus, sofern man keine Synthetikkleidung trägt. Das viele Waschen trocknet die Haut aus. Was ist übermäßige Hornhaut Produktion? die Hornhaut hat die Aufgabe die Füße und auch die Hände vor Verletzungen zu schützen, haben Sie schon mal Glaserhände gesehen? Hornhaut von 1 cm! und mehr sind keine Seltenheit. Genauso ist es bei den Füßen, Menschen die barfuß laufen haben eine dickere Hornhaut als Schuhträger. Das ständige Abhobeln fördert nur unnötig das Wachstum der Hornhaut.
Antworten - Kommentar von Jutta (08.12. 2011 22:03 Uhr):
Hornhaut bildet sich nicht durch Wasserverlußt sondern durch Belastung falsche oder schlecht sitzende Schuhe. Risse an den Fersen gründlich von Hornhaut befreien am besten in der Badewanne mit einen Bimsstein( Hornhauthobel nur beim Fußpfleger ) danach dick eincremen und 20 min mit Folie umwickeln so wird die Haut wieder geschmeidig und risse können besser abheilen ( hab mal Fußpflege gelernt ) gruß Jutta
Antworten - Kommentar von Renate Loibl (08.12. 2011 23:01 Uhr):
Können die Füße beim Tragen von Kompressionsstrümpfen atmen. Mein Gefühl sagt n e i n
Antworten