Meine besten Überlebenstipps für Ihre angeschlagenen Gelenke
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 13. Oktober 2011, 05:00 Uhr
GNL5356
Jeder Zweite um die 50 leidet unter chronischen Gelenkbeschwerden. Geschwollene Knie ohne Belastung, steife und schmerzende Hüften, Schmerzen in der Schulter schon beim Aufstehen oder im Ellenbogen beim Arbeiten machen Gelenkkranken zu schaffen. Die Therapie der Gelenkbeschwerden konzentriert sich nicht auf eine einzelne Methode. Sie müssen gemeinsam mit Ihrem Arzt aus mehreren Angeboten Ihre persönliche Mischung finden. Die wichtigste Maßnahme ist jedoch, dass Sie sofort wieder in Bewegung kommen. Dafür sind häufig kurzfristig Schmerzmittel wie entzündungshemmende nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Diclofenac (Voltaren®) notwendig, damit Sie sich überhaupt bewegen können. Diese Wirkstoffe werden auch als Salben angewendet. Bei besonders schweren Beschwerden werden Cortison-Spritzen direkt in das betroffene Gelenk gespritzt. Wenn der Gelenkverschleiß schon so weit fortgeschritten ist, dass Sie keinen normalen Sport mehr betreiben können, sollten Sie sich von einer Krankengymnastin Bewegungsübungen zeigen lassen, die Sie ohne Hilfsmittel zu Hause durchführen können.
Bei akuten Schmerzen durch eine Gelenkentzündung hilft Ihnen als Sofortmaßnahme meist Kälte: Duschen Sie Ihr schmerzendes Gelenk kalt ab, legen Sie einen kühlenden Salbenverband an oder verwenden Sie Kältekompressen (Apotheke, Sanitätshaus). Lassen Sie die Kompressen nicht im Eisfach kühlen, denn dann verursachen Sie einen Kälteschaden auf Ihrer Haut.
Bei Schmerzen durch Gelenkverschleiß lindert Wärme Ihre Beschwerden. Die spendet Ihnen eine Wärmflasche, Gelenkschoner aus Angorawolle (Sanitätshaus) oder Wärmepolster aus der Apotheke. Schwimmen oder leichte Gymnastik im warmen Wasser wärmen und entlasten Ihre schmerzenden Gelenke.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Angelika Watteroth (13.10. 2011 08:55 Uhr):
Gelenkschmerzen und rheumatische Beschwerden können auch bei Glutenallergie (Zöliaki bzw. Sprue) entstehen. Meine Beschwerden, die richtig heftig waren, sind so gut wie weg, seit ich Gluten und Glutamat bzw. Hefeextrakt vermeide. Diese Allergie hatte auch Depressionen und Gedächtnisprobleme zur Folge; meine Angst dement zu werden hat sich inzwischen erledigt. Heute weiß ich, dass mein Vater an Zölialki/Sprue jämmerlich zugrunde gegangen ist, damals war noch gar nichts bekannt, genuso wenig wie den meisten Menschen heute. Ich wette, dass viele alte Leute darunter leiden, ohne es zu wissen. Auch bei mir kam es nur durch Zufall zu einer Blutuntersuchung und vielleicht auch nur, weil ich Privatpatient bin. Fast gesunde Grüße Angelika Watteroth
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