Meine 7 Tipps gegen Ihre Ängste
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Angstzustände
vom 7. Oktober 2009, 06:00 Uhr
GNL5356
- Informieren Sie sich: Vielen hilft es, über Krankheit, Therapie und Nachsorge so viele Informationen wie möglich einzuholen und auch den Verlauf der Behandlung auf Augenhöhe mit dem Arzt mitzubestimmen.
- Schauen Sie sich Ihre Angst genau an: Was ängstigt mich am meisten? Habe ich Furcht vor Schmerzen, der Behandlung, der Abhängigkeit von anderen, Hilflosigkeit, Einsamkeit, Sterben - vor dem Tod? Versuchen Sie Ihre Befürchtungen zu Ende zu denken, dann zeigen sich Ihnen eher Abhilfen auf. In bestimmten Situationen kann es aber auch durchaus hilfreich sein, die eigenen Ängste zu verleugnen und sie zu verdrängen. Dann nämlich, wenn sie Überhand zu nehmen drohen. Das müssen Sie für sich ausloten.
- Geben Sie Ihrer Angst Ausdruck: Reden, schreiben, Malen, Musik machen, Gärtnern, Reisen - alle Beschäftigungen, die Ihrer Angst Gestalt geben, können Ihnen helfen, sie besser zu verstehen und zu bewältigen. Auch psychotherapeutische Begleitung und Gesprächs- beziehungsweise Selbsthilfegruppen sind unter Umständen eine wertvolle Unterstützung für Sie.
- Machen Sie sich klar, was Sie schon alles im Leben geleistet und gemanagt haben: einen Beruf gelernt, Kinder aufgezogen, eine Familie ernährt, eine Partnerschaft mit Leben erfüllt, ein Familienleben gepflegt - haben Sie nicht bislang schon so viel Kraft gezeigt, um schwierige Situationen zu bewältigen? Vertrauen Sie darauf, dass Ihre Lebensenergie Sie auch weiterhin begleiten und beschützen wird.
- Geben Sie dem kleinen Glück eine Chance: Sehen Sie bewusster auf die erfreulichen Seiten des Lebens. Nicht der Lottogewinn macht Sie glücklich, sondern die vielen kleinen Glücksmomente des Alltags. Was bereitet Ihnen besondere Freude? Was können Sie tun, damit Sie häufiger solche Glücksmomente erleben?
- Bewegen und entspannen Sie sich: Angst bedeutet Superstress für Ihren Körper, deswegen brauchen Sie unbedingt Ausgleich durch Bewegung (am besten an der frischen Luft). Entspannungs- und Atemübungen sowie physiotherapeutische Maßnahmen wie Massage tun Ihnen zusätzlich wohl. Auch Ihre Seele nimmt diese Streicheleinheiten dankbar an.
- Planen Sie und sorgen Sie vor: Was können Sie ganz konkret tun, falls die Erkrankung sich verschlechtert oder es zu einem Rückfall kommt? Wer kann Ihnen helfen, wie können Sie den Alltag organisieren, wie können Sie die Möglichkeiten der Schmerzbekämpfung ausschöpfen, wer soll für Sie die Vollmacht bei medizinischen Entscheidungen übernehmen, falls Sie dies nicht mehr selbst können? Zu wissen, dass Sie alle nötigen Dinge geregelt haben, kann Ihnen den Rücken für die wirklich wichtigen Momente frei halten - auch wenn wir diesen Gedanken gern beiseite schieben.