Meine 7 Tipps für Ihr Kreislauf-Lifting

in Täglich Gesund zum Thema Blutkreislauf
vom


1. Wasser und Temperaturwechsel bringen Ihren Kreislauf auf Touren. Wechselduschen, Kneippsche Güsse, Wassertreten, Sauna und Dampfbad stärken Ihren Blutdruck durch den Wechsel von kalten und warmen Temperaturen. Eine eiskalte Dusche am Morgen wirkt wahre Wunder. Beginnen Sie nach dem Duschen mit kalten Güssen an den Beinen und Armen, bevor Sie sich mit dem ganzen Körper in den Wasserstrahl stellen. Wichtig: Fern vom Herz beginnen und immer zum Herzen hin duschen. Unter Kälteeinwirkungen werden Stresshormone ausgeschüttet, die Blutgefäße ziehen sich zusammen, der Blutdruck steigt. Falls Sie akute Probleme wie Schwindel oder Sternchensehen haben, hilft es, wenn Sie kaltes Wasser über Ihre Unterarme laufen lassen. Gehen Sie regelmäßig in die Sauna oder ins Dampfbad.


2. Bürstenmassagen machen Sie morgens munter. Hier brauchen Sie etwas Geduld, denn Bürstenmassagen zeigen erst nach einigen Wochen ihre Wirkung - und das auch nur, wenn Sie sie wirklich regelmäßig durchführen. So machen Sie es richtig: Verwenden Sie einen Massagehandschuh oder Bürsten mit angenehm weichen Schweineborsten. Am besten machen Sie die Bürstenmassage morgens vor dem Duschen oder währenddessen. Sie können die Massage auf trockener oder auf nasser Haut ausführen. Beginnen Sie beim rechten Fuß und bürsten Sie immer zum Herzen hin. Gebürstet wird mit leichtem Druck in einer streichenden gleichförmigen Bewegung. Bürsten Sie nie abends, denn das bringt Sie um den Schlaf.

3. Setzen Sie auf bewährte Pflanzenmittel. Bereiten Sie sich abends einen Rosmarintee zu: Übergießen Sie 1 gehäuften TL Rosmarinnadeln frisch oder aus Ihrem Gewürzbord mit 1/4 l heißem Wasser, 15 Minuten ziehen lassen, dann abseihen. Stellen Sie den Tee in einer Thermoskanne ans Bett und trinken Sie gleich nach dem Aufwachen davon eine Tasse. Das Heilkraut wirkt anregend. Homöopathische Tropfen mit Weißdorn, Königin der Nacht, Baldrian und Campher (z. B. Diacard®, aus der Apotheke) wirken auf das Herz-Kreislauf-System anregend und harmonisierend, der Blutdruck stabilisiert sich. Ihr Befinden wird sich schnell bessern. Campher findet sich hauptsächlich in den ätherischen Ölen von Lorbeergewächsen. Weißdorn wird mit großem Erfolg bei Herzkreislaufschwäche, Herzklopfen und Herzstichen angewendet. Zudem kann er den Blutdruck regulieren. Die Königin der Nacht ist eine Kakteenart. Sie wird zur Stärkung des Herzens angewendet und aktiviert Ihren Kreislauf. Baldrian ist ein Entspannungsmittel für die Nerven.

4. Gehen Sie regelmäßig an die frische Luft. Wenn Sie sich oft bei verschiedenen Witterungsverhältnissen draußen aufhalten, trainieren Sie das Regulationssystem Ihres Kreislaufs. Er wird weniger anfällig, und der Blutdruck sinkt nicht so rasch in den Keller. Bewegen Sie sich täglich mindestens eine halbe Stunde an der frischen Luft und treiben Sie regelmäßig Sport wie z. B. Radfahren, Wandern, Walken, Tanzen, Gymnastik oder Schwimmen. Gönnen Sie sich gleich nach dem Aufstehen Morgengymnastik - am besten am offenen Fenster.

5. Eine Extraportion Salz ist erlaubt. Sie dürfen sich im Gegensatz zu anderen eine Extraportion Salz gönnen, denn das erhöht das Flüssigkeitsvolumen in den Adern. Trinken Sie morgens eine Tasse heiße Bouillon mit einer Extraportion Salz, um Ihren Salz- und Flüssigkeitshaushalt zu verbessern. Bei akuten Beschwerden trinken Sie eine Tasse lauwarme Gemüsebrühe und machen Sie diese Übung: Legen Sie die Daumenspitze der rechten Hand seitlich an den Ringfingernagel, die Zeigefinger auf das erste Daumengelenk. An der linken Hand drücken Sie die Spitze vom Daumen und kleinen Finger zusammen. Halten Sie diese Position einige Minuten.

6. Trinken Sie ausreichend. Achten Sie unbedingt auf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr! Bei niedrigem Blutdruck brauchen Sie gut 2,5 L Flüssigkeit pro Tag. Dazu dürfen auch etwa vier Tassen Kaffee gehören, sofern Sie gern Kaffee trinken und er Ihnen bekommt! Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke erhöhen den Blutdruck allerdings nur kurzfristig.

7. Stehen Sie morgens gemächlich auf. Schlafen Sie nachts mit erhöhten Beinen. Das wirkt sich günstig auf Ihren Flüssigkeitshaushalt aus. Bevor Sie morgens aufstehen, recken und strecken Sie sich erst einmal. Das verhindert einen jähen Blutdruckabfall beim Aufstehen. Springen Sie keinesfalls sofort nach dem Aufwachen aus dem Bett. Trinken Sie lieber zunächst noch gemütlich eine Tasse Rosmarintee.

 

 


von
Sylvia Schneider

Erfahren Sie hier mehr zu Sylvia Schneider - aus dem Redaktionsteam von FID Gesundheitswissen.

 
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Kommentar von Adolf Zils

gerne kommentiere ich diesen Bericht, weil er auch exakt mit den Informationen aus einer Fachklinik, die sich speziel mit Herzkreislauf und Bewegungstherapie beschäftigt übereinstimmt. Ich lese gerne Ihre Informationen und übernehme für mich auch das Zutreffende. Ihnen an dieser Stelle herzlichen Dank für die offensichtlich absolut richtigen Informationen. Mit freundlichen Grüßen Adolf Zils

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Kommentar von Hannelore Vier

In ihrem Beitrag über Wettertemperatur- unterschiede warnen Sie, dass vor allem Herzkranke sich vorsehen sollten, im nächsten Beitrag preisen Sie die heilsamen Wechselduschen an. Wie ist es denn da mit der Vorsicht bei Herzkranken oder vor allem älteren Menschen? Ich selbst bin herzkrank und durch solche unterschiedlichen Vorschläge leicht irritiert.......Frdl. Gruß H.Vier

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Kommentar von H MüllerGroeling

Wie vertragen sich diese Empfehlungen Wasser und Temperaturwechsel, Wechselduschen, Kneippsche Güsse mit dem vorhergehenden Beitrag Temperaturunterschied schaden dem Herzen?

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Kommentar von Allegra

Interessante Anregungen. Bin mal gespannt, wie sie wirken. Dazu noch eine Frage: Ab wann ist eigentlich ein tiefer Blutdruck gefährlich? Als Beispiel eine Frau von 73 Jahren, die abwechselnd hohen und tiefen Blutdruck hat und dann bei Einnahme von Medikamenten bis auf 71 zu 58 misst und dabei auch schon mal ohnmächtig neben die Badewanne zu liegen kam.

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