Meine 6 besten Tipps, wie Sie Ihre Ziele richtig setzen

in FITcoach Wessinghage
vom


Sie haben sich vorgenommen, belastenden Seelenmüll immer rechtzeitig loszuwerden und so Stress zu vermeiden? Und Ihre Pläne für ein besseres Leben in die Tat umzusetzen? Doch überall lauern Fallen, an denen Ihre Pläne scheitern können. Fast niemand verändert sein Verhalten einfach so. Vertrauen Sie dennoch auf Ihre Kraft zu schaffen, was Sie wollen.

Das Leben aufzuräumen und sich zu verändern, kann ein hartes Stück Arbeit sein. Sie wissen aber, dass Sie sich hinterher besser fühlen werden. Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die ihre Vorsätze optimistisch und mit großem Zutrauen zu sich selbst angehen, eher durchhalten und sich von Rückschlägen nicht abschrecken lassen.


Nehmen Sie sich nicht zuviel vor: Vielleicht haben Sie sich zum Ziel gesetzt „nie mehr mit der intriganten Person XY zu reden", „alle Energiesauger sollen auf einmal aus meinem Leben verschwinden", „ das Haus muss in drei Wochen bis in letzte Ecke renoviert werden" oder „in zwei Wochen will ich einen Marathon laufen". So ein rigoroser Plan kann Sie einengen und ist dann von vornherein zum Scheitern verurteilt. Setzen Sie Ihre Ziele nicht zu hoch an und planen Sie, diese Schritt für Schritt anzugehen. Wenn Sie Ihr Ziel zu hoch stecken, laufen Sie Gefahr, einen Fortschritt als Misserfolg zu verbuchen, nur weil er unter Ihren Erwartungen lag. Das untergräbt Ihre Motivation. Wenn Sie schon einige Schritte hinter sich gebracht haben, können Sie Ihre Etappenziele allmählich etwas höher stecken.

Überlegen Sie sich genau, was Sie wollen: Wenn Ihre Vorstellungen zu unkonkret sind - wie etwa „Irgendwann mal will ich einen Marathon laufen!", „Irgendwie müsste ich mal den Keller aufräumen oder „Irgendwann muss ich mein Konto mal in den Griff bekommen" - fühlen Sie sich nicht wirklich bemüßigt, sie in die Tat umzusetzen. Benennen Sie Ihr Ziel konkret oder formulieren Sie es schriftlich. In welchen einzelnen Schritten können Sie dorthin gelangen, wo Sie hinwollen?

Kalkulieren mit ein, dass Sie auch mal schwach werden können: Wenn Sie zu perfektionistische Ansprüche an sich und Ihr Vorhaben haben, werden Sie wahrscheinlich bald das Handtuch werfen - etwa wenn Sie Großmeister in einer Sportart werden wollen, die Ihnen nicht liegt. Denn Rückfälle gibt es immer wieder, sie sind ja nur allzumenschlich. Sie sind kein Drama. Geben Sie nicht auf, bleiben Sie gelassen, überlegen Sie sich, woran es denn gelegen haben könnte und was beim nächsten Mal anders sein sollte. Richten Sie Ihren Blick wieder nach vorn.

Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt: Viele Menschen ziehen Bilanz, wenn sie schwer erkrankt sind oder großen Kummer etwa wegen einer Scheidung oder dem Verlust des Arbeitsplatzes haben. Das ist oft ein Anlass, sein Leben zu ändern, es tiefer und wertvoller werden zu lassen, sich von Belastungen wie zu viel Gerümpel, menschlichen Schädlingen zu trennen und von drückenden Zwängen zu befreien. Das kann den Selbstheilungsprozess unterstützen. Doch generell ist es besser, wenn Sie gesund sind und sich Ihr Leben nicht in den allergrößten Umbrüchen befindet, damit Sie Zeit und Muße genug haben, Ihr Leben aufzuräumen.

Finden Sie heraus, welches Ihre eigenen Ziele sind: Ihre Schwestern haben einen Rochus auf die neue Frau Ihres Bruders und zerreißen sich das Maul über sie. Sie denken sich: Eigentlich ist sie ganz nett, aber ich will trotzdem nichts mit ihr zu tun haben - wegen der anderen. Das ist zum einem nicht sehr fair und kann zum anderen auch gar nicht klappen, weil Sie nicht dahinter stehen. Ihr Ziel sollte sich ausschließlich daran orientieren, was gut oder schädlich für Sie selbst ist. Sie müssen sich mit Ihrem Tun identifizieren. Und erinnern Sie sich daran: Immer schön integer und fair bleiben! Das erwarten Sie schließlich auch von anderen.

Akzeptieren Sie, dass es Dinge gibt, die Sie nur zum Teil beeinflussen können: Sie können nicht allen Menschen  und nicht allen Dingen aus dem Weg gehen oder sich von ihnen lossagen, deshalb müssen Sie sich irgendwie mit ihnen arrangieren und eine Form des Umgangs finden, mit der Sie trotzdem leben können. Ein großer Teil der Veränderung liegt darin, dass Sie an sich selbst, Ihren Erwartungen und Wünschen arbeiten, das ist aber im Endeffekt eben doch nicht alles. Sie müssen auch mit dem klarkommen, was Sie nicht ändern können.


von
Helmut Erb

Erfahren Sie hier mehr über Helmut Erb - unserem Sportexperten und Chefredakteur von Fit in 8 Minuten.

 
Mehr Gesundheits-Tipps gratis per E-Mail
Das könnte Sie auch interessieren: "Dr. Spitzbart's Gesundheits-Praxis", "Gesund und fit mit Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage"

Artikel bewerten
Durschnittliche Wertung:
3 Sterne
Wertungen:
2 insgesamt
Artikel weiterempfehlen
Kommentar abgeben

* = Pflichtfeld, bitte unbedingt ausfüllen

Kommentare Kommentar abgeben

Kommentar von Monika Förtsch

Lieber Herr Erb! Herzlich grüße ich Sie aus dem kalten Namibia. Ich lese Ihre Beiträge soo gerne. Sie sind mit so viel Weisheit bestückt, schade daß junge Leute nichtmehr davon lesen. Ihnen alles Gute, von Monika Förtsch

Antworten