Meerrettich wirkt effektiver als ein Antibiotikum
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Rettich
vom 24. Februar 2011, 00:00 Uhr
GNL5356
wahrscheinlich ist Ihnen der Meerrettich (Armoracia rusticana) nur als scharfes Küchengewürz und Beilage zu Tafelspitz bekannt. Doch er verfügt auch über eine lange Heiltradition. Bei Infektionen wirkt er beispielsweise wie ein natürliches Antibiotikum und wird zunehmend häufiger eingesetzt - sogar in der Schulmedizin. Immer mehr Studien bestätigen seine Wirksamkeit.
Arzneilich verwendet werden die Wurzeln. In der Schulmedizin spielte die Meerrettichwurzel bislang keine große Rolle. Seitdem jedoch antibiotische Wirkstoffe darin gefunden wurden, wächst das Interesse. Die in der Meerrettichwurzel enthaltenen Senfölglykoside (Glycosinolate) scheinen gegen bakterielle Krankheitserreger hilfreich zu wirken. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die die Pflanzen zu ihrem eigenen Schutz bilden. Sie verfügen über eine starke antibakterielle Wirkung. Eine Studie vom Freiburger Universitätsklinikum wies nach, dass Senfölglykoside aus Kapuzinerkraut und Meerrettichwurzel (beispielsweise in ANGO-CIN® Anti-Infekt N aus der Apotheke) eine ausgeprägte bakterientötende Wirkung entfalten.
Eine aktuelle Untersuchung konnte belegen, dass Senfölglykoside sogar gegen Grippeviren wirken. Laut Prof. Stephan Pleschka vom Institut für Medizinische Virologie der Universität Gießen wird die Vermehrung des Influenzavirus durch Senföle aus Kapuzinerkresse und Meerrettich um etwa 90 Prozent gehemmt. Im Gegensatz zu anderen Maßnahmen entwickeln sich keinerlei Resistenzen gegen die Wirkstoffe aus dem Meerrettich.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Erich Gerlacher (24.02. 2011 18:10 Uhr):
Der Bericht über Meerrettich ist sehr wertvoll. Leider wird nicht angegeben, in welcher Form Meerrettich anzuwenden ist: Innerlich oder äußerlich Als Öl, zum Einreiben oder zum Einnehmen? Wäre gut zu wissen.
Antworten - Kommentar von Christine Buchwitz (24.02. 2011 22:45 Uhr):
Dem kann ich aus eigener Erfahrung nur zustimmen. Ich hatte jahrelang immer wiederkehrende Nebenhöhlenentzündungen, die ich regelmäßig mit Angocin behandelt habe. Nach spätestens drei Tagen war ein deutlicher Rückgang der Beschwerden zu verzeichnen und nach einer Woche war die Entzündung ganz vorüber. Sehr empfehlenswert!! Den vorher verordneten Antibiotika in der Tat völlig gleich zu stellen.
Antworten - Kommentar von Buches (03.03. 2011 21:12 Uhr):
Wie bitte ist die Anwendung?
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