Medizin aus dem Meer – gegen Parkinson und Alzheimer
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 21.08.2006 16:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin, lieber Leser,
aus dem Meer könnte sie in Zukunft kommen – eine Medizin gegen Alzheimer, Parkinson und Depressionen. Das vermuten zumindest Wissenschaftler der University of Utah. Die Wissenschaftler untersuchten das Gift der Conus omaria, einer Kegelschnecke aus dem Pazifik und dem Indischen Ozean. Das Gift dieser Schnecken, das OmIA, setzt sich an verschiedene Nikotinrezeptoren.
Zwar sind diese Rezeptoren im Gehirn dieselben, die auch beim Rauchen aktiviert werden. Aber eigentlich haben sie eine ganz andere Aufgabe: Sie sollen bestimmte Neurotransmitter beeinflussen. Wenn sich das Schneckengift zum Beispiel an spezielle dieser Rezeptoren andockt, wird im Körper die Ausschüttung von Dopamin erhöht. Dieses Hormon ist bei Menschen, die an Parkinson leiden, in einer zu geringen Menge vorhanden. Wird es auf diese Art erhöht, schwächt es das Zittern, das symbolisch für die Krankheit ist, ab.
Lagert sich das Schneckengift an anderen Rezeptoren an, fördert es die Produktion von gedächtnisstärkenden Botenstoffen. Die Forscher vermuten, dass es so das Erinnerungsvermögen von Alzheimerpatienten verbessern kann. Und auch gegen Depressionen kann das Gift helfen, denn es regt auch die Rezeptoren an, die die beiden Hormone Serotonin und Norephedrin ausschütten. Beide beeinflussen die Stimmung des Menschen. OmIA wirkt aber nicht wie Nikotin, es macht nicht süchtig; die Wirkung auf die Gehirnrezeptoren ist eine andere. Das Schneckengift soll nun in Studien weiter untersucht werden.
Eine andere Frage: Haben Sie eigentlich ein Krankenhaus Ihres Vertrauens? Mein Kollege Dr. Michael Prang, Chefredakteur vom Beratungsdienst "Die zweite Meinung", der Ihnen persönliche Sicherheit in allen Gesundheitsfragen bietet, hat eins – und was er dort erlebte, als er sich seinen Blinddarm entfernen ließ, lesen Sie in seinem heutigen Kommentar.
Mit einem ganz anderen Thema beschäftigt sich dagegen meine Kollegin Inga-Maria Richberg, Chefredakteurin von "Natur und Gesundheit", dem Dienst, der Ihnen hilft, vorzubeugen, zu heilen und gesund zu bleiben – mit den Kräften der Natur. Schweißbläschen sind sehr lästig – welche natürlichen Mittel Ihnen helfen, sie los zu werden, können Sie heute erfahren.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner