Medikamente zur Fiebersenkung sind meist überflüssig
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 16. September 2008, 06:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserinnen,
liebe Leser,
normalerweise ist Fieber dazu da, Krankheitserreger im Körper abzutöten. Gefährlich wird Fieber allerdings dann, wenn die Temperaturen zu sehr ansteigen und das Herz zu stark belastet wird. Die Entscheidung, ob das Fieber gesenkt werden muss oder nicht, sollte nach zwei bis drei Tagen unbedingt von einem Arzt gefällt werden. Auf keinen Fall sollten Sie auf eigene Faust ein fiebersenkendes Mittel einnehmen. Zum einen kann dies das Bild verfälschen, dass der Doktor vom Kranken erhält. Zum anderen kann das bei manchen Erkrankungen lebensgefährliche Folgen haben. Für alte Menschen, Herz- und Kreislaufkranke gelten besondere Vorsichtsmassnahmen.
Fiebersenkende Medikamente sind bis zu Temperaturen von 38, 5 Grad ohnehin nicht sonderlich nützlich, denn der Körper ist meist ganz gut in der Lage, zumindest bei den durch Viren hervorgerufenen Erkältungskrankheiten mit dem Infekt fertig zu werden. Im übrigen werden den meisten Antigrippemitteln meist mehr vor Nach- als Vorteile bescheinigt. Sie schwächen die natürlichen Abwehrkräfte und hindern den Körper daran, sich selbst gegen die Eindringlinge zu wehren. Völlig sinnlos bei grippalen Infekten sind Antibiotika, die nur in Zusammenhang mit einer durch Bakterien verursachten Entzündung verschrieben werden sollten. Bei 41 Grad Celsius nähert sich das Fieber aber im Allgemeinen einem Bereich, den der Körper allein nicht mehr verkraften kann. Mehr als 42 Grad bewältigt er nämlich nicht. Bei allen länger andauernden Fiebererkrankungen und jenen mit besonders hohem Fieber, müssen Sie also unbedingt ein Arzt zu Rate ziehen.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider