Medikamente: Vermeiden Sie Über- und Unterdosierung
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 6. Januar 2010, 16:00 Uhr
GNL5356
es gibt viele flüssige Medikamente, die mit entsprechender Dosierungshilfe verkauft werden. Und gerade diese kleinen Messbecher oder -löffel haben die unangenehme Eigenschaft, irgendwann verloren zu gehen. Die Alternative: Sie nehmen die Medizin dann mit einem normalen Tee- oder Esslöffel ein.
Hiervon sollten Sie aber Abstand nehmen - amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es dadurch häufig zur Über- und Unterdosierung kommt. Die Forscher stellten fast 200 Studenten die Aufgabe, 5 ml Erkältungssaft abzumessen. Sie mussten dazu jeweils einen Teelöffel, einen Esslöffel und dann einen besonders großen Löffel verwenden. Das Ergebnis: beim großen Löffel nahmen über 11 % der Studenten zu viel Saft. Beim kleinen Löffel gaben immerhin 8,4 % der Teilnehmer zu wenig Saft auf den Löffel.
Insgesamt liegt die Fehlerquote bei bis zu 20 %. Das kann gefährlich werden, denn Antibiotika müssen Sie zum Beispiel genau dosieren - ebenso wie Medizin für Kinder. Daher sollten sie gut darauf achten, dass die Messbecher nicht verloren gehen - spülen Sie sie direkt nach Gebrauch aus und geben Sie sie am besten sofort wieder mit in die Packung zurück. Oder befestigen Sie sie nach dem Benutzen mit einem Gummiband an der Flasche - so können sie nicht verschwinden.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Thea Weiglein (06.01. 2010 17:38 Uhr):
ich dosiere am liebsten mit einer Einwegspritze aus der Apotheke gibt es in verschiedenen Größen. Damit bin ich immer auf der sicheren Seite, da manche Messlöffel für Kinder leider sehr ungeeignet sind.
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