Mariendistel schützt Ihre Leber
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Naturheilkunde
vom 6. August 2008, 06:00 Uhr
GNL5223
Liebe Leserin,
liebe Leser,
sie ist eine der schönsten und größten Disteln und schon lange im Einsatz der Gesundheit. Hildegard von Bingen empfahl sie gegen Herzstechen. Heute ist die Mariendistel (Silybum marianum) - auch Frauendistel genannt - das Lebermittel Nummer Eins unter den erfolgreichen Heilpflanzen.
Den Namen Mariendistel erhielt die Pflanze wegen ihrer milchweißen Streifen auf den Blättern. Eine Legende sagt, dass diese von der Milch Marias stammen. Heute werden die Früchte der Mariendistel medizinisch genutzt. Sie enthalten den Wirkkomplex Silymarin. Viele Untersuchungen aus der jüngeren Zeit belegen die Schutzwirkung der Silberdistel für unsere körpereigene Entgiftungsfabrik, die Leber. In zahlreichen Tierversuchen wurde nachgewiesen, dass leberschädigende Stoffe deutlich abgeschwächt oder außer Gefecht gesetzt werden. Kühe werden durch die Mariendistel so geschützt, dass ihnen selbst der hochgiftige Knollenblätterpilz, der schwere Leberschäden verursacht, nichts anhaben kann.
Silymarin stärkt das Lebergewebe. Dieses kann sich im Fall einer Leberschädigung wieder regenerieren. Die Mariendistel eignet sich sogar für die unterstützende Behandlung einer Leberzirrhose. In fünf Studien konnte ein deutliches Nachlassen der Sterblichkeit nachgewiesen werden. Auch gefürchtete Begleiterscheinungen der Leberzirrhose wie Blutungen konnten durch die Inhaltsstoffe der Mariendistel eingedämmt werden.
Die Silberdistel findet Anwendung bei:
- Leberkrankheiten
- Gallenbeschwerden
- Gelbsucht
- Leberzirrhose
- Hepatitis
- Vergiftungen - insbesondere durch Alkohol, Drogen und Chemikalien
Vor allem kann die Heilpflanze Ihre Leber aber vorbeugend schützen. Sofern Sie regelmäßig dem Alkohol zusprechen oder sich zu fett ernähren (was Sie natürlich besser nicht tun sollten), legen Sie ab und an eine Kur mit Silymarin ein. Die Mariendistel wird meist als Fertigpräparat verwendet. Es gibt sie als Tabletten, Dragees oder als Tropfen in Reformhaus und Apotheke. Da Silymarin schlecht wasserlöslich ist, sind die Fertigpräparate wirkungsvoller als selbst zubereiteter Tee.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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