Magnetfeldtherapie: Diese Wellen schaffen inneren Ausgleich
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Magnetfeldtherapie
vom 21.08.2007 06:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin, lieber Leser,
schwache elektrische Ströme lösen in den Körperzellen einen wahren Energiestoß aus und beseitigen Beschwerden von Bandscheibenbeschwerden bis Depressionen, sagen Magnetfeld-Therapeuten. Schon wenige Minuten Kontakt mit künstlich erzeugten Magnetströmen sollen ausreichen, um kleine Wunder zu bewirken. Profisportler schwören längst auf den Stoffwechsel stimulierenden Effekt der Magnetfeldtherapie.
Bereits Kleopatra war die gesundheitliche Auswirkung der magnetischen Strahlen nicht unbekannt. Der Überlieferung nach ließ sie ihren Haarreif magnetisieren, um sich vor Kopfweh zu schützen. Hippokrates und später Paracelsus schworen auf die elektrischen Ströme. Doch erst die physikalischen Erkenntnissen im ausgehenden 19. Jahrhundert schufen die theoretischen Grundlagen für die Magnetfeldtherapie. Die Erde verfügt über ein Magnetfeld, dass in gewissen Abständen pulsiert. Davon bleibt auch der Mensch nicht unbeeinflusst. Eines der Symptome dafür ist die Wetterfühligkeit.
Magnetstrahlen mobilisieren die Selbstheilung
Um ein Gleichgewicht im Organismus aufrecht erhalten oder wieder herstellen zu können, ist es deshalb wichtig, dass sich die Flüssigkeit in Ihrem Körper im Zellinnern in einem ausgeglichenen Verhältnis zu der Flüssigkeit außerhalb der Zellen steht. Diese befindet sich im Gewebe, im Blut, in der Lymphe und in den Verdauungssäften. Diese Balance soll mit der Magnetfeldtherapie angestupst werden und zu den unterschiedlichsten Heilungsprozessen führen. Bei diesen Berschwerden ist die Behandlung nach Angaben der Magnetfeldtherapeuten aussichtsreich:
• Allergien
• Bandscheibenvorfall
• Diabetes
• Gicht
• zu hoher Blutdruck
• zu niedriger Blutdruck
• Kopfschmerzen
• Menstruationsbeschwerden
• Sportverletzungen
• Tinnitus
• Wundheilung
• Zahnfleischerkrankungen
• Depressionen
• Schlafstörungen
Heute gehen Mediziner unterschiedlichster Fachrichtungen davon aus, dass magnetische Strömungen generell den Zellstoffwechsel ankicken und damit die Selbstheilungskräfte mobilisieren können. Allerdings schränken die meisten Ärzte ein, dass die Magnetfeld-Therapie bei schwereren Erkrankungen immer nur ein zusätzliches Heilangebot für den Körper sein könne. Doch immerhin kann vor allem in der Behandlung von Schmerzen in vielen Fällen der Medikamentenkonsum heruntergeschraubt werden. Besonders gute Erfahrungen hat man auch bei der Behandlung von Depressionen und Epilepsie gemacht.
Tabu ist die alternative Heilmethode für Menschen mit Herzschrittmachern oder anderen elektronischen Implantaten, mit Herzrhythmusstörungen, Fieber, Epilepsie und Krebserkrankungen. Nicht ratsam ist sie ebenfalls bei Angina pectoris, Schilddrüsen-Überfunktion, Tuberkulose, Entzündungen, Blutungen und Pilzerkrankungen. Auch Schwangere sollten sich von dieser Therapie nicht anziehen lassen.
So funktioniert die Transkranielle Magnetfeldtherapie (TMS)
Kernpunkt der Behandlung sind heute High-Tech-Apparate, mit denen pulsierende Magnetfelder künstlich aufgebaut werden können. Der Patient liegt dabei auf einer Applikationsmatte oder sitzt auf einem Applikationskissen. In einer Kupferspule werden für Sekundenbruchteile durch Stromstöße Magnetfelder aufgebaut. Die Spule wird in Nähe des Kopfes gebracht (Schädeldecke= Cranium), die Impulse sollen bestimmte Areal unter der Schädeldecke reizen. Das pulsierende Magnetfeld geht wellenartig durch das Gehirn und erzeugt einen Stromfluss, der die Nerven anregt. Frequenz und Stärke sind individuell steuerbar. Insgesamt gelten die ersten wissenschaftlichen Nachweise als hoffnungsfroh.