Magenkeim steigert Parkinson-Risiko
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Parkinson-Krankheit
vom 30. Mai 2011, 16:00 Uhr
GNL5356
Helicobakter pylori ist berühmt und berüchtigt zugleich: Der Magenkeim kann Magenkrebs auslösen, die Entstehung von Magengeschwüren und Magenschleimhautentzündung beschleunigen.
Aber nicht nur im Magen scheint er eine Rolle zu spielen. Tierversuche an Mäusen haben jetzt gezeigt, dass er auch bei der Entstehung von Parkinson beteiligt sein kann. Amerikanische Forscher hatten Mäuse mit unterschiedlichen Arten des Helicobacter pylori infiziert. In Folge dieser Infektion wurde sowohl die Entwicklung der Tiere als auch deren Dopaminwert im Gehirn beobachtet. Schon nach drei bis fünf Monaten zeigten die Tiere Parkinson-Symptome - ältere Tiere waren deutlicher betroffen als jüngere Tiere.
Zudem riefen nicht alle drei Stämme des Magenkeims die Symptome in gleicher Stärke hervor - an diesem Punkt wollen die Forscher nun ansetzen, um genauere Risikofaktoren und Zusammenhänge zu erkennen.